Matsutake - Japanischer Edelpilz

Jetzt mal ganz ehrlich: Würden Sie 2000 bis 3000 Franken für ein Kilogramm Speisepilz hinblättern? So viel kostet in Japan nämlich der japanische Matsutake-Pilz in 1A-Qualität.

Matsutake auf dem Tsukiji Fischmarkt in Tokio, Japan
Bildlegende: Matsutake auf dem Tsukiji Fischmarkt in Tokio, Japan Keystone

Auch für Japaner, die sich ja durchaus gewohnt sind, für Früchte und Gemüse von guter Qualität ganz schön tief ins Portemonnaie zu greifen, ist das viel Geld. Deshalb kommt der Matsutake auch in Japan nur bei besonderen Gelegenheiten auf den Tisch. Wenn gefeiert wird, wenn der Geschäftspartner beeindruckt und ihm Ehre erwiesen werden soll oder wenn ein ganz besonders Gastgeschenk gefragt ist. Ja, Japaner bringen durchaus auch gerne mal ein Gemüse, eine Frucht oder eben einen Matsutake als Gastgeschenk mit und demonstrieren damit dem Gastgeber ihre Wertschätzung.

Sieht dem Steinpilz ähnlich

Übrigens: Der Matsutake sieht dem Steinpilz nicht ganz unähnlich. Der Schirm ist wie derjenige des Steinpilzes braun, liegt anders als bei diesem aber eng am Stiel. Ist dies nicht der Fall, hat sich der Schirm schon geöffnet, ist der Matsutake sofort nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Preises wert. Und dies ganz eifach deshalb, weil der offene Schirm ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass der Pilz schon viel von seinem typisch zimtigen Pilz-Geruch verloren hat. Und der Geruch, der bestimmt beim Matsutake unter anderem den Preis.

Luxus-Pilz vom Holzkohle-Grill

Der Matsutake kommt in Japan als Einlage in einer klaren oder in einer mit Gemüse, Fisch und Fleisch bestückten Suppe auf den Tisch oder gedämpft auf Reis. Und wer es ganz klassisch und luxuriös mag, ordert Matsutake vom Holzkohlegrill. Entweder mit etwas Sake in Alufolie gepackt und auf dem Grill gedämpft oder direkt auf den Holzkohlegrill gelegt und mit ein paar Spritzern Sudachi (japanishe Zitrusfrucht) aromatisiert.

Redaktion: Maja Brunner