Quinoa: Mehr als ein gluschtiger Reisersatz

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2013 zum Internationalen Jahr der Quinoa ausgerufen. Quinoa, auch Inkakorn oder Perureis genannt, ist ein glutenfreies Scheinkorn und bietet vielfältige Zubereitungsarten.

Quinoa kann als Beilage oder auch als Getreidesalat genossen werden.
Bildlegende: Quinoa kann als Beilage oder auch als Getreidesalat genossen werden. colourbox.com

Quinoa ist vielleicht eine der besten pflanzlichen Eiweissquellen auf der Welt. Was Quinoa so einzigartig macht, ist, dass die kleinen Körnchen alle neun essentiellen Aminosäuren enthalten, was für ein pflanzliches Lebensmittel äusserst ungewöhnlich ist. Der Mineralienreichtum von Quinoa schlägt den unserer üblichen Getreidearten um Längen. Ausserdem ist das leckere Inka-Korn glutenfrei und kann daher bei Getreideunverträglichkeiten gegessen werden.

Gänsefussgewächs

Quinoa stammt aus Südamerika und wird dort hauptsächlich in Ecuador, Peru und Bolivien angebaut. Schon seit 6000 Jahren dient die Pflanze den Andenvölkern als lebenswichtiges Grundnahrungsmittel. Quinoa ist kein Getreide, gehört also nicht zu den Gräsern wie etwa Weizen, Hafer und Roggen. Das kleine Inka-Korn ist ein Gänsefussgewächs und gehört damit zur selben Pflanzenfamilie wie Rote Bete und Spinat.

Abgesehen davon, dass Quinoa eine hervorragende pflanzliche Eiweissquelle darstellt, enthält es viele essentielle Vitamine, Mineralien und Nährstoffe. Quinoa liefert beispielsweise mehr Calcium als Weizen oder Roggen sowie mehr als doppelt so viel Eisen und 50 Prozent mehr Vitamin E als Weizen.

Die Zubereitung von Quinoa

Quinoa kann annähernd wie Getreide, also entweder roh oder gekocht verzehrt werden. Für Müslis kann Quinoa genau wie Getreide geschrotet und eingeweicht werden. Manche rösten das ganze Korn und geben dieses in Müslis oder in Salate.

Die bekannteste und beliebteste Art des Quinoagenusses ist jedoch, es ähnlich wie Reis zu kochen. Dazu wird Quinoa kurz in der doppelten Wassermenge aufgekocht und dann bei niedriger Temperatur etwa 10 Minuten geköchelt. Man nimmt es anschliessend vom Herd und lässt es abgedeckt noch weitere 10 Minuten oder länger nachquellen.

Wenn man alles richtig gemacht hat, was keineswegs schwierig ist, hat Quinoa einen wundervoll nussigen Geschmack. Es schmeckt bereits himmlisch mit nichts als ein wenig hochwertiger Bio-Butter oder etwas Leinöl und einer Prise Meer- oder Steinsalz. Servieren Sie dazu leicht gegarten Brokkoli und gewürfelte Avokado.

Quinoa-Salat

Quinoa lässt sich auch kalt ähnlich wie Reissalat zubereiten. Geben Sie in Würfelchen geschnittene Bio-Tomaten, gehackte Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch und eine Marinade aus Leinöl, Zitronensaft und Kräutersalz dazu.

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Christine Schulthess