Ribelmais - wiederentdeckte Rheintaler Spezialität

Der Ribelmais ist eine weisse Maissorte, die im Rheintal einst zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln zählte. Vor nicht mal zwei Jahrzehnten war der Ribelmais akut vom Aussterben bedroht. Heute findet man ihn wieder auf Restaurant-Speisekarten und in Lebensmittelgeschäften.

Der Name Ribelmais kommt vom traditionellen Gericht «Ribel», das daraus hergestellt wird.
Bildlegende: Der Name Ribelmais kommt vom traditionellen Gericht «Ribel», das daraus hergestellt wird. colourbox

Mitte der 1990er Jahre wurde der Ribelmais im Rheintal nur gerade noch auf vier Hektaren angebaut. Rettung brachte dann der 1999 von Bauern und Mais-Verarbeitern gegründete «Verein Rheintaler Ribelmais», der es sich zum Ziel gesetzt hat, die alte, einheimische Maissorte zu erhalten sowie den Anbau und die Vermarktung von Ribelmais und der daraus gewonnenen Produkte zu fördern. Heute wird er wieder von 19 Betrieben auf 40 Hektaren kultiviert.

Den Ribelmais kann man wie den «normalen» Mais zubereiten, beispielsweise auch als Polenta. Doch haben sich im Laufe der Zeit auch typische Ribelmais-Spezialitäten herausgebildet. Vor allem zwei Gerichte waren bis zum Zweiten Weltkrieg im ganzen Rheintal verbreitet: der «Ribel» oder «Türggenribel», eine mit Butter gebratene, grobkörnige Maisspeise sowie das «Türggenbrot», ein aus Maismehl hergestelltes Brot.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer