Rosenkohl – Delikater Kohl im Bonsaiformat

Im Herbst beginnt die Kohlsaison. Eine der jüngsten und delikatesten Kohlzüchtungen ist der Rosenkohl, der neben Rotkohl und Kastanien eine klassische Beilage für Wildgerichte ist.

Rosenkohl liegt auf einer Holzplatte.
Bildlegende: Rosenkohl kann man auf unterschiedlichste Arten zubereiten. Colourbox

Kohl gehört zu den ältesten kultivierten Gemüsepflanzen. Im Laufe der Jahrhunderte hat man unzählige verschiedene Sorten gezüchtet. Von allen uns bekannten Kohlarten ist der Rosenkohl aber die jüngste Züchtung.

Laut der Encyclopaedia Britannica ist es möglich, dass der Rosenkohl bereits seit dem 13. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Belgien angebaut wird. Deshalb heisst der Rosenkohl auf Französisch «Choux de Bruxelles» (Brüsseler Kohl) oder auf Englisch «Brussels sprouts». Der erste schriftliche Beleg stammt aber erst aus dem Jahr 1587, und als Wintergemüse setzte sich der Rosenkohl im übrigen Europa nicht vor anfangs des 19. Jahrhunderts durch.

Rosenkohl ist bekanntlich nicht jedermanns Sache. Die einen lieben ihn, die anderen können ihn nicht ausstehen. Doch Rosenkohl kann mehr sein als nur eine in Salzwasser gegarte und in Butter geschwenkte banale Beilage.

Man kann ihn halbieren und auf der Schnittfläche braten. Oder zu einem Püree verarbeiten. Oder roh mit einer Vinaigrette marinieren. Und wer weiss, wenn man ihn auf eine dieser Arten zubereitet, schmeckt er vielleicht auch all jenen, die ihn sonst auf dem Teller stehen lassen.

Redaktion: Rudolf Trefzer