Sauser – Es saust und braust der frische Traubenmost

Die Nächte werden kühler, und die ersten Nebelschwaden legen sich in den Tälern. Das ist die Zeit, wenn in den Rebbergen die Trauben gelesen werden und es in den Weinkellern zu blubbern, zu sausen und zu brausen beginnt.

Setzt beim Traubensaft die Gärung ein, wird daraus «Sauser».
Bildlegende: Setzt beim Traubensaft die Gärung ein, wird daraus «Sauser». Colourbox

Unter dem Begriff «Sauser» versteht man frisch abgepressten Traubenmost, bei dem die Gärung schon eingesetzt hat. Bei der Gärung verwandeln Hefen bekanntlich den im Traubenmost vorhandenen Zucker in Alkohol. Diesen Vorgang dauert rund eine Woche.

Theoretisch kann man aus allen abgepressten Trauben Sauser herstellen. Bei uns verwendet man für den roten Sauser meistens Blauburgunder-Trauben, für den weissen dagegen Riesling Sylvaner-Trauben.

Am besten schmecken die frischen, «lebendigen», das heisst nicht pasteurisierten Sauser. Da sich der Traubenmost im Gärstadium befindet, sind sie ein kurzlebiges Produkt, das man nur während weniger Tage konsumieren kann. Die pasteurisierten Sauser, die im Grosshandel erhältlich sind, kann man dagegen problemlos einige Wochen im Keller lagern. Ihnen fehlt freilich das gewisse Etwas.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Rudolf Trefzer