So geht frittieren

Schon merkwürdig: Bei Frittiertem rümpfen viele die Nase. Gibt es in der Kantine aber Pommes frites, dann ist die Schlange vor der Essensausgabe immer besonders lang. Frittieren kann man auch zuhause ohne Fritteuse.

Eine Pfanne in der Pommes Frittes frittiert werden.
Bildlegende: Die Temperatur beim Frittieren immer kontrollieren - 165 bis 175 Grad sind ideal. Colourbox

Auch wenn wir es ungerne zugeben: Wir lieben das im heissen Ölbad kross Gebratene mit der wunderbar goldgelben Farbe und dem unvergleichlichen Geschmack.

Und so gelingt das Frittieren zu Hause auch ohne Fritteuse

  • Zum Frittieren einen grossen, hohen Topf wählen. Der hohe Rand schützt vor Spritzern.
  • Zum Frittieren eignen sich hocherhitzbare Öle, zum Beispiel HOLL-Rapsöl oder HO-Sonnenblumenöl.
  • Mit dem Öl nicht geizen, es soll zum Schwimmend-Ausbacken in der Pfanne mindestens ein Drittel hoch stehen. Faustregel: Pro 100 Gramm Pommes frites nimmt man einen Liter Öl.
  • Die perfekte Temperatur beim Frittieren liegt bei 165 bis 175 Grad. Ist das Öl zu wenig heiss, saugt des Frittiergut zu viel Öl auf. Ist es zu heiss, beginnt das Öl zu rauchen. Dabei entstehen die gesundheitsschädlichen Stoffe Acrolein und Acrylamid. Am besten kontrolliert man die Hitze des Öls während des Frittierens immer mit einem Thermometer. Ein kleiner Trick zur Ermittlung der Temperatur: Das Öl hat die richtige Temperatur, wenn ein ins Öl geworfenes kleines Stück Brot sofort goldbraun wird.
  • Portionenweise frittieren. Gibt man zu grosse Portionen auf einmal ins heisse Öl, sinkt die Temperatur ab. Es geht dann länger, bis sich eine schützende Hülle um das Frittiergut bildet, und dieses nimmt während des Frittierens zu viel Fett auf.
  • Gut darauf achten, dass das Frittiergut immer schön trocken ist, bevor man es ins heisse Öl gibt. Sonst spritzt es und die Kruste kann sich nicht gleichmässig bilden.
  • Frittiertes nach dem Frittieren immer gut abtropfen lassen und dann auf Haushaltpapier legen und abtupfen.
  • Frittieröl lässt sich mehrfach verwenden (zwei- bis dreimal). Wichtig: Frittieröl muss aber nach dem Gebrauch gereinigt werden. Das Öl etwas abkühlen lassen und dann durch ein feines Sieb oder eine Gaze absieben. In ein verschliessbares Gefäss geben und kühl und dunkel lagern.
  • Hat man Fische oder Meerfrüchte in Öl frittiert, dann verwendet man dieses Öl ein zweites Mal ausschliesslich zum Frittieren der gleichen Lebensmittel.
  • Altes Frittieröl im dafür vorgesehenenl Tank für gebrauchtes Speiseöl entsorgen und auf keinen Fall in den Abguss giessen.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Maja Brunner