Soave – Der sanfte Weisswein aus dem Veneto

Das mittelalterliche Städtchen Soave liegt östlich von Verona. Der Wein aus diesem Gebiet gehört zu den bekanntesten italienischen Weissweinen. Doch leider ist es um den Ruf der Soave-Weine nicht zum Besten bestellt.

Weisse Weintrauben im Sonnenlicht.
Bildlegende: Mindestens 70 Prozent: Soave-Wein wird aus der spät reifenden Garganega-Traube gekeltert. Keystone

Die Flaschen, auf deren Etikett der Name Soave steht, enthalten Weine unterschiedlichster Qualität. Einerseits stösst man auf charakterlose Billigweine, die bei Discountern und Grossverteilern für weniger als zwei Euro verscherbelt werden. Andererseits gibt es aber auch die frisch-fruchtigen, mineralischen Erzeugnisse von Spitzenwinzern, die beweisen, welch grosses Potenzial in den Soave-Gewächsen steckt.

Soave wird aus der spät reifenden Garganega-Traube gekeltert (vorgeschrieben sind mindestens 70 Prozent). Daneben dürfen noch bis zu 30 Prozent andere weisse Sorten wie Trebbiano di Soave, Weissburgunder und Chardonnay mitverwendet werden.

Viele Spitzenwinzer keltern jedoch reinsortigen Garganega-Soave. Wenn die Garganega-Reben in der klassischen Hügelzone stehen (Soave Classico) und die Erträge niedrig gehalten werden, kann man dem Wein gewordenen Resultat seriöser Winzerarbeit grosse Klasse attestieren.

Dabei zeichnet sich ein guter, typischer Soave Classico durch fruchtige Eleganz, einem moderaten Alkoholgehalt und eine lebendige Säure aus. Das alles macht ihn auch zu einem bekömmlichen, mit einer Vielzahl von Speisen kombinierbaren Essensbegleiter.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer