Sternanis – Geschmacksintensiv und dekorativ

Der in Südostasien beheimatete Sternanis wird in den asiatischen Küchen oft verwendet. Bei uns ist er aber (noch) wenig bekannt.

Der echte Sternanis wird zusammen mit Fenchel, Cassiazimt, Gewürznelke und Szechuanpfeffer in der chinesischen Küche auch als Fünf-Gewürze-Pulver verwendet.
Bildlegende: Der echte Sternanis wird zusammen mit Fenchel, Cassiazimt, Gewürznelke und Szechuanpfeffer in der chinesischen Küche auch als Fünf-Gewürze-Pulver verwendet. Colourbox

Der Name deutet es an: das sternförmige asiatische Gewürz erinnert in Duft und Geschmack an die Anissamen. Trotz dieser aromatischen Gemeinsamkeit sind die beiden Pflanzen nicht miteinander verwandt. Der Sternanis hat zudem ein intensiveres und vielschichtigeres Aroma, kommen doch zur dominierenden Anisaromatik noch süssliche, lakritzeartige und leicht pfeffrige Noten dazu.

In Europa wird Sternanis vor allem zum Würzen von Süssspeisen und süssem Gebäck verwendet. Besonders gut harmoniert er mit Zwetschgen, Birnen und Äpfeln (als Kompott oder Mus). Aber auch Konfitüren und Schokoladen-Desserts vermag er einen raffinierten aromatischen Kick zu verleihen.

Noch viel zu wenig wird der Steranis aber in der salzigen Küche verwendet. Dabei kombiniert er sich hervorragend mit Karotten und Kürbis. Zudem ist er ein raffiniertes Gewürz für Fleischgerichte (Ente und Wild), für Fisch und Meeresfrüchte und vor allem für Saucen.

Moderation: Ladina Spiess, Redaktion: Rudolf Trefzer