Syrah – Rote Edelsorte aus dem Rhonetal

Der Syrah zählt zu den beliebtesten und renommiertesten Rotweinsorten, nicht nur in seinem Herkunftsland Frankreich, sondern auch in anderen Weinbaugebieten in Europa (so auch im Wallis in der Schweiz) und in Übersee.

Rotwein wird in Glas gegossen.
Bildlegende: Syrah-Weine sind im Allgemeinen stoffig-kräftig und gerbstoffreich. colourbox

Ein Grossteil der Syrah-Reben wird im französischen Rhonetal kultiviert, dem Ursprungsgebiet des Syrah, der – wie genetische Analysen gezeigt haben – aus einer Kreuzung der Sorten Mondeuse blanche aus Savoyen und Dureza, einer alten Rebsorte aus dem Ardèche-Vorland des Zentralmassivs, entstanden ist. Damit ist auch die bis heute kolportierte Theorie vom Tisch, dass der Syrah aus dem Gebiet um die Stadt Shiraz im heutigen Iran stammt, auch wenn er in Australien und anderen Überseeländern deren Namen trägt.

Ein paar Jahre Flaschenruhe

Die Syrah-Weine sind im Allgemeinen stoffig-kräftig und gerbstoffreich, weshalb man ihnen ein paar Jahre Flaschenruhe gönnen sollte, bevor man sie entkorkt. Erst wenn sie ihr harmonisches Gleichgewicht gefunden haben, vermögen die Spitzenweine dieser Appellationen ihr ganzes aromatisches Spektrum von Veilchen, dunklen Beeren und pfeffrig-würzigen Noten zu zeigen. Mit zunehmender Reife entwickeln Syrah-Weine zudem animalische Noten sowie Anklänge von Leder und Trüffeln, was sie zu idealen Begleitern von Wildgerichten macht.

Redaktion: Rudolf Trefzer