Topinambur – Die andere Erdknolle

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Erdknolle Topinambur war einst in Europa beliebt und recht verbreitet, wurde dann aber Ende des 18. Jahrhunderts von der ertragsreicheren Kartoffel praktisch vollständig verdrängt.

Mancherorts wird die Topinambur auch als Erdapfel oder Erdbirne bezeichnet.
Bildlegende: Mancherorts wird die Topinambur auch als Erdapfel oder Erdbirne bezeichnet. Colourbox

Die Topinambur ist eine vielseitig nutzbare Pflanze. Sie lässt sich auf die gleichen Arten zubereiten wie die Kartoffel. Im Gegensatz zur letzterer kann man die Topinambur aber sowohl roh wie gekocht essen. Rohe Topinamburs sind knackig, saftig und schmecken leicht nussig. Man kann sie in feine Scheiben geschnitten in einen Salat geben oder mit ihnen ein Carpaccio mit Nussöl-Vinaigrette zubereiten!

Der Name «Topinambur» leitet sich von den Tupinambá ab, einem indigenen Volk, das einst an der Küste Brasiliens lebte. Angeblich erhielt die Topinambur ihren exotischen Namen 1613. In diesem Jahr wurden sechs Tubinambá-Indianer 1613 nach Paris gebracht. Obwohl die Topinambur aus Nordamerika und nicht aus Brasilien stammt, wurde die Erdknolle kurzerhand nach diesem Indianervolk benannt. Nach dem Motto: Amerika ist schliesslich Amerika!

 

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Rudolf Trefzer