Trockenobst: Gesunde Kalorienbombe

Sie gehen weg als beliebtes Geschenk, als willkommener Znüni und als schneller Energielieferant: Dörrfrüchte. Gesüsst gelten sie als wahre Kalorienbomben. Aber sind sie auch gesund? Die Ernährungsberaterin Helena Kistler klärt auf.

Trockenfrüchte wie Feigen, Aprikosen oder Datteln.
Bildlegende: Der Grossteil der Kohlenhydrate besteht aus Fruchtzucker. Bis zu 70 Gramm können in 100 Gramm Trockenobst stecken. colourbox.com

Trockenfrüchte gelten als leckere Alternative zu Süssigkeiten; sei es einfach so aus der Tüte oder dann im Früchtebrot oder Müsli. Durch das Trocknen verlieren die Früchte bis zu 80 Prozent ihrer Flüssigkeit. Zurück bleiben Ballaststoffe, Kohlenhydrate (v.a. Fruchtzucker) und Vitamine. Trockenobst ist reich an Vitamin A und B. Durch die Trocknung geht das hitze- und lichtempfindliche Vitamin C hingegen verloren.

Dörrfrüchte haben fast so viele Kalorien wie Pommes Chips. Wer sich jedoch genügend bewegt und keine Gewichtsprobleme hat, dem seien die Dörrfrüchte ohne schlechtes Gewissen gegönnt, sagt die Ernährungsberaterin Helena Kistler. Da die Früchte auch viel Zucker enthalten, gilt den Zähnen ein besonderes Augenmerk: Kariesgefahr.

Um die Farbe der Früchte zu erhalten wird industriell hergestelltes Trockenobst u.a. mit Schwefeldioxid behandelt. Für Allergiker, Asthmatiker und Menschen mit empfindlichem Magen kann Schwefel zu einem Problem werden. Bei ihnen kann der Genuss von getrockneten Früchten zu Juckreiz, Blähungen oder Kopfschmerzen führen.

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Christine Schulthess