Unerwünschter Schaum bei selbstgemachter Konfitüre

Wer seine Konfitüre selber einkocht, kennt das Phänomen: Beim Kochen bildet sich weisslicher Schaum. Dieser – so steht es in den meisten Konfitüre-Rezepten – muss vor dem Befüllen der Konfitüre-Gläser abgeschöpft werden.

In einer Pfanne werden Früchte für Konfitüre eingekocht.
Bildlegende: Der Schaum, welcher sich beim Konfitüremachen bildet, ist unproblematisch. Colourbox

Stimmt nicht ganz, sagt Urs Ackermann, stellvertretender Berner Kantonschemiker. Den weissen Schaum auf der heissen Konfitüre könne man problemlos essen. Das Abschöpfen empfehle sich aus kosmetischen Gründen und weil man so allfälligen Schimmelpilz auf einer glatten Oberfläche besser sieht.

Konfitüre-Tipps vom Kantons-Chemiker:

  • Zucker hat konservierende Wirkung. Deshalb auf ein Kilogramm Früchte immer mindestens 500 bis 600 g Zucker verwenden.
  • Die leeren Konfitüre-Gläser und Deckel gut waschen und vor dem Befüllen auf mindestens 70 Grad erhitzen.
  • Die Gläser möglichst bis zum Rand mit heisser Konfitüe füllen.
  • Die gefüllten und verschlossenen Konfitüregläser zum Abkühlen auf den Kopf und nah zusammen stellen. Mit einem Küchentuch bedecken.
  • Bildet sich auf einer Konfitüre Schimmel, soll man die Konfitüre nicht mehr essen. Mit dem Abschöpfen des Schimmels entfernt man im besten Falle die sichtbaren Teile des Schimmel-Pilzes. Das von diesem produzierten Pilz-Gift ist unsichtbar und befindet sich überall in der Konfitüre.

Redaktion: Maja Brunner