Vermicelles – Süsse Sünde mit Geschichte

Egal, ob im «Hirschen», in der «Krone» oder im «Da Luigi», im Herbst kommt landauf landab wieder das Vermicelles auf die Dessert-Karte. Das Herbst-Dessert par excellence! Süsser Schlusspunkt nach Hirschpfeffer oder Rehschnitzel «Mirza» oder einfach die kleine Sünde zum Kaffee.

Vermicelles mit Schlagrahm im Chübeli.
Bildlegende: Vermicelles - Herbst-Dessert par excellence. keystone

Das Vermicelles, das zum kulinarischen Erbe der Schweiz gehört, ist ein typisch schweizerisches Dessert und ist in unseren Nachbarländern praktisch unbekannt. Selbst in Italien, wo Kastanienbäume wachsen, kommt Vermicelles kaum auf den Tisch.

Die Geschichte dieses Schweizer Desserts reicht weit zurück: Laut dem «Kulinarischen Erbe der Schweiz» wird die Vermicelles-Paste Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal erwähnt. In seinem «Dictionnaire universel de cuisine pratique» führt der Walliser Joseph Favre «vermicelles de marrons à la crème» auf, das in etwa dem heutigen Vermicelles entsprechen dürfte.

In der Schweiz immer bekannter wurde Vermicelles nach Ende des zweiten Weltkrieges. Damals schon soll eine bekannte Luganeser Confiserie Vermicelles produziert und als Spezialität angeboten haben.

Redaktion: Maja Brunner