«Vin cuit» – eine Freiburger Birnenspezialität

«Vin cuit», gekochter Wein? Der Name dieser Freiburger Spezialität führt uns auf die falsche Fährte, denn es handelt sich dabei nicht um eingekochten Wein, sondern um eingekochten Birnensaft.

Ein Stück «tarte au vin cuit».
Bildlegende: Tarte oder gâteau au vin cuit. Wikimedia / Calimo

Im Kanton Freiburg verwendet man für die Herstellung des «Vin cuit» vor allem die sogenannten «Poires à Botzi», die Büschelibirnen (manchmal kommen auch noch Äpfel dazu). Die kleinen, rundlichen Birnen verleihen dem dunkelbraunen Birnendicksaft sein besonderes Aroma.

«Vin cuit» diente zu Zeiten, als der Zucker noch sehr teuer war, als Süssungsmittel. Heute gilt der «Vin cuit» als kulinarisch interessantes Traditionsprodukt, das zum Inventar des Kulinarischen Erbes der Schweiz gehört. Der «Gâteau au vin cuit» ist im Kanton Freiburg eine besonders beliebte Spezialität.

Redaktion: Rudolf Trefzer