Was wir nicht kennen, essen wir nicht. Oder doch?

Rösti essen wir Schweizer schon lange. Auch Spaghetti sind nichts Neues mehr und sogar Sushi versteht schon jedes Kind. Und das, obwohl sich vor einigen Jahren viele nicht haben vorstellen können, rohen Fisch zu essen. Wie verändert sich unsere Einstellung gegenüber Lebensmitteln in Zukunft?

Ein normaler Snack in China: Insekten und Seepferdchen am Spiess.
Bildlegende: Ein normaler Snack in China: Insekten und Seepferdchen am Spiess. Keystone

«Je weniger Platz wir zur Verfügung haben und je knapper die Nahrungsmittel werden, desto eher müssen wir auf andere Lebensmittelquellen umsteigen», sagt Kulinarik-Experte Patrick Zbinden. «Gut möglich, dass wir in naher Zukunft Insekten, Algen und Gräser essen werden.»

Nicht vorstellbar? Wenn man vergleicht, wie sich unsere Einstellung gegenüber Lebensmitteln in der Vergangenheit verändert hat, eigentlich schon.

Was wir nicht kennen, essen wir nicht. Das galt lange Zeit auch für blaue Lebensmittel. Diese Farbe kommt in der Natur nämlich kaum vor. Über Jahrzehnte haben Kinder bei Tests blaue Lebensmittel abgelehnt. Bis die blauen Schokoladekügelchen mit den zwei kleinen «m» drauf auch in blau zu kaufen waren.

Was hat sich verändert? Dafür gibt es zwei mögliche Antworten: Entweder hat sich unser Essverhalten weit von der Natur entfremdet oder es ist der Reiz von ekligen und fremden Nahrungsmitteln.

Dies spricht also auch dafür, dass auf unseren Tellern vielleicht bald Algen und Insekten landen. Man darf jedenfalls gespannt sein, was uns die kulinarische Zukunft bringt.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Brigitte Wenger