Weinland Schweiz: Genf

Wenn von den Weinen aus dem Kanton Genf die Rede ist, denken viele spontan an unkomplizierte, süffige Weissweine. Doch das stimmt schon seit einiger Zeit nicht mehr, denn auf 56 Prozent der Genfer Rebfläche von 1435 Hektaren stehen heute rote Sorten.

Genfer Reblandschaft am Fuss des Jura.
Bildlegende: Genfer Reblandschaft am Fuss des Jura. zvg

Bei den roten Sorten dominiert der fruchtig-würzige Gamay, der im Beaujolais-Gebiet die grösste Verbreitung hat. Zwar hat der Gamay im Kanton Genf an Terrain verloren, doch noch immer stehen auf 25 Prozent der Rebfläche Gamay-Reben. Eine gewisse Bedeutung haben ferner der Pinot noir und die beiden Schweizer Neuzüchtungen Gamaret und Garanoir. Dazu kommen noch die klassischen Bordelaiser Sorten Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet franc. Typisch für die Genfer Rotweine ist zudem, dass sie oft nicht reinsortig, sondern als sogeannte Assemblagen abgefüllt werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei die Weine, die unter dem Qualitätslabel «Esprit de Genève» auf den Markt kommen.

Und was die Weissweine anbelangt, so handelt es sich nicht mehr einfach um unkomplizierte, süffige Weissweine. Neben der obligaten Traditionsrebsorte Chasselas werden heute im Kanton Genf auch qualitativ hochstehende Weissweine aus anderen Sorten erzeugt. Im Vordergrund stehen dabei die weissen Burgundersorten Chardonnay, Pinot blanc, Pinot gris und als besondere Spezialität Alligoté. Dazu kommt noch die weisse Loire-Sorte Sauvignon blanc.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer