Aeschbacher Spezial - Im Weihnachtswunderland

  • Sonntag, 17. Dezember 2017, 22:10 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 17. Dezember 2017, 22:10 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 18. Dezember 2017, 2:40 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 23. Dezember 2017, 15:40 Uhr, SRF 1
    • Sonntag, 24. Dezember 2017, 5:15 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 26. Dezember 2017, 5:35 Uhr, SRF 1

Kurt Aeschbacher macht sich auf den Weg nach Deutschland

Er backt in Dresden als Lehrling den berühmten Christstollen, stellt im Erzgebirge einen originalen Nussknacker her und entdeckt im Thüringer Wald den Geburtsort der Weihnachtskugel. Eine Reise ins Weihnachtswunderland, wo die weihnachtliche Handwerkskunst eine lange Tradition hat.

Wenn es so etwas wie ein Weihnachts-Gen gibt, dann muss es im Erbgut der Dresdner und Erzgebirgler sehr dominant sein. Wenn ab dem ersten Advent in der sächsischen Region die Kerzen auf den Schwibögen, den hölzernen Lichterbögen leuchten, die Räuchermännchen qualmen und sich auf jedem Dorfplatz die Holzfiguren-Pyramide dreht, verfällt die Bevölkerung einem kollektiven Weihnachtsenthusiasmus. Kurt Aeschbacher reiste zwei Monate vor Weihnachten ins Weihnachtswunderland von Dresden, ins Spielzeugdorf Seiffen im Erzgebirge und weiter nach Lauscha im Thüringer Wald, und traf folgende Personen:

Beiträge

  • Stollenmädchen Hanna Haubold

    Stollenmädchen Hanna Haubold

    Das 23. Dresdner Stollenmädchen ist in edlem Gewand als Markenbotschafterin und Repräsentantin vom Christstollen unterwegs. Sie ist im zweiten Lehrjahr zur Konditorin und vertritt die jahrhundertealte Tradition und die Liebe zum Handwerk. Dem Dresdner Traditionsgebäck und der Backkunst ist Hanna ganz persönlich verbunden: «Der Christstollen ist für mich eine Herzenssache. Ich verbinde mit ihm die schönsten Weihnachtserinnerungen und eine Hochachtung für die Bäcker und Konditoren, die dieses Produkt herstellen und zu dem gemacht haben, was es ist – eine Marke von Welt.»

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  • Meisterbäcker Henry Mueller

    Meisterbäcker Henry Mueller

    Der Chef der Feinbäckerei Müller in Langebrück ist Stollenfachmann und Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes Dresdner Stollen. Er glaubt, der Erfolg des Stollens hat mit der saisonalen und daher begrenzten Erhältlichkeit zu tun. Und mit dem sächsischen Königshaus, welches Süssem schon immer zugeneigt war und das Hefegebäck förderte. Der Meisterbäcker stellt in Handarbeit pro Saison knapp tausend Christstollen her: «Wir haben auch schon einem Kunden einen Stollen nach China geschickt. Dieser kam aber wegen einer falschen Adresse zurück. Zwar erst an Ostern, aber immer noch gut zum Essen.»

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  • Nussknacker-Hersteller Markus Füchtner

    Nussknacker-Hersteller Markus Füchtner

    Als Vater des Nussknackers wird Wilhelm Füchtner (1844-1923) aus Seiffen genannt. Seine Figuren wurden zu Urtypen des erzgebirgischen Nussknackers; der Wachsoldat, Förster, Polizist und ganz besonders der Nussknacker-König. Die Figuren galten einst als Persiflage. Die Körperform wird aus einem Stück Holz in Handarbeit hergestellt. In strenger Familientradition wurden vor allem die Nussknacker, aber auch Räuchermänner sowie Engel und Bergmänner weitergeführt. Der Familienbetrieb steht in der achten Generation und wird vom Drechsler und Holzspielzeugmacher Markus Füchtner geleitet.

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  • Holzkünstler Friedmar Gernegross

    Holzkünstler Friedmar Gernegross

    Nüsse, die vom Nussknacker verschont bleiben, werden vom gelernten Holzgestalter zu kleinen Kunstwerken verarbeitet. Er hat die Nussminiaturen zwar nicht erfunden, ist aber der Einzige, der sich darauf spezialisiert hat und davon leben kann. Er drechselt kleinste Holzteilchen und inszeniert kleine Welten in den Hohlraum der Nüsse. Insgesamt gibt es 28 verschiedene Motive – und jedes Jahr kommt ein neues dazu. Aber nicht mehr lange: Bald geht der Holzkünstler in den Ruhestand und als letzter seiner Art ist die einzigartige Drechselkunst vom Aussterben bedroht.

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  • Stübelmacher Cornelia und Gunter Flath

    Stübelmacher Cornelia und Gunter Flath

    Auch die Stübelmacher fertigen von Meisterhand Miniaturwelten – auch eine Form der erzgebirgischen Volkskunst. «Schon meine Oma und Uroma haben geschnitzt», erzählt Stübelmacher Gunter Flath, der schon 1975 seine Meisterprüfung als Holzspielzeugmacher absolvierte und sich seitdem auf filigrane Miniaturen spezialisierte. Heute hat er zahlreiche Stübchen im Sortiment, darunter Apotheke, Drechslerei, Hochzeitsstube und Weihnachtskrippe. Seit 2002 unterstützt Tochter Cornelia den Familienbetrieb, auch sie ist gelernte Drechslerin und Spielzeugmacherin.

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  • Weihnachtskugeln-Hersteller Gerd Ross

    Weihnachtskugeln-Hersteller Gerd Ross

    Es war 1847 ein armer Thüringer Glasbläser in Lauscha, der in Ermangelung echter Äpfel und Nüsse, die damalige Dekoration von Weihnachtsbäumen, die ersten Vorreiter der heutigen Christbaumkugeln schuf: Früchte und Nüsse aus bunt bemaltem Glas. Dies war die Geburtsstunde des gläsernen Christbaumschmucks, der von Lauscha aus seinen Siegeszug um die ganze Welt antrat. Heute blickt Lauscha auf mehr als 160 Jahre Tradition zurück. Der Betrieb von Gerd Ross hat 4000 verschiedene Modelle im Angebot und produziert jährlich 60 Millionen Weihnachtskugeln.

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  • Glasbläser Michael Haberland

    Glasbläser Michael Haberland

    Sein Betrieb gehört zu den wenigen von Lauscha, welche die Christbaumkugeln noch von Hand herstellen und aufwändig bemalen. Sein Glück war es, dass der gelernte Kunstglasbläser 1991 im Hausschuppen alte Porzellanformen seines Grossvaters und Urgrossvaters entdeckte, die in einer Holzkiste die Jahrzehnte überstanden hatten.

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