Es war einmal

Kurt Aeschbacher lädt Franz Hohler, Hélène Grimaud, Helga Rohra und Gian Simmen zu sich ins Studio ein.

«Es war einmal ein Igel, dem wuchsen plötzlich Flügel...». Kurt Aeschbachers Gäste erzählen wunderbar abenteuerliche Geschichten. Franz Hohler, der grosse Schweizer Autor und Kabarettist ist ein Meister seines Fachs. Hélène Grimaud, ein Weltstar unter den klassischen Pianisten, setzt sich für Wölfe ein. Helga Rohra war Simultandolmetscherin und bekam mit 54 Jahren die Diagnose Demenz. Und: Gian Simmen «Easy Gian» holte 1998 in der Halfpipe in Nagano überraschend Gold für die Schweiz.

Beiträge

  • Gian Simmen

    wurde über Nacht zum Snowboard-Star und machte das Snowboarden in der Schweiz populär. Als krasser Aussenseiter startete er 1998 an den Olympischen Winterspielen in Nagano. «Nicht letzter werden», war sein Motto. Er fuhr aufs Podest. «Gold für 64 Kilo Bündnerfeisch!», sagte er damals schelmisch und mit glänzender Zahnspange in die TV-Kameras. Der frischgebackene Olympiasieger konnte es selber nicht fassen; denn die Snowboard-Family feierte in Nagano gleichzeitig ihre olympische Premiere. Gian Simmen hatte aus dem Nichts Sportgeschichte geschrieben.

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  • Helga Rohra

    bekam mit 54 Jahren die Diagnose Lewy-Body Demenz. 54, das ist jung. Sie steht unter Schock. Da sind die Scham und die Angst, hilflos und abhängig zu werden. Die freiberufliche Simultandolmetscherin, mit Fachgebiet Medizin, wird durch die Krankheit von einem Tag auf den anderen aus ihrem Berufsleben gerissen. Sie stürzt in eine Depression. Heute, fünf Jahre nach der Diagnose, reist sie engagiert zu internationalen Kongressen und kämpft für mehr Toleranz und Intergration von Demenzbetroffenen. «Ich bin dement, na und?», lautet ihr Motto.

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  • Franz Hohler

    ist unbestritten der Schweizer Meister des wunderbar-skurillen Erzählens, zwischen Alltag und Fantastik. Hohlers Geheimnis: Er nimmt nichts für selbstverständlich. Die Welt ist voller Rätsel und daraus spinnt der Denker wundersam-absurde Geschichten, die nicht nur Kinderherzen höher hüpfen lassen: «Es war einmal ein Igel, dem wuchsen plötzlich Flügel. Er flog, ihr glaubt es kaum, auf einen Tannenbaum. Dort hüpft er auf und nieder und singt die schönsten Lieder. Nur morgens beim Erwachen, da spürt er seine Stacheln.»

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  • Hélène Grimaud

    ist Weltklasse. Die Klaviervirtuosin gehört zu den eindrücklichsten und brillantesten Pianistinnen der Gegenwart. Als Kind bereitet sie ihren Eltern Kopfzerbrechen. Stillsitzen ist nicht ihr Ding. Um die endlose Energie zu kanalisieren, spielt sie Tennis, geht ins Ballett und ins Judo. Alles vergeblich. Mit 8 entdeckt sie das Klavier. Sie spielt wie besessen. Mit 12 geht sie ans Konservatorium, mit 18 beginnt ihre internationale Karriere. Am 21. Dezember 2012 ist die Starpianistin zusammen mit der Cellistin Sol Gabetta in Bern zu sehen und hören.

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