Hai nomal

Ein Schweizer, der eine Deutschlandkarriere gemacht hat; ein Anwalt, der vor Gericht auch mal einen Hecht vertritt; eine Frau, die ihr Augenlicht zurückgewonnen hat, und ein Forscher, der mit Haien schwimmt: «Hai nomal», das sind Geschichten!

Stephan Sulke, Antoine F. Goetschel, Janine Hall-Bieri und Erich Ritter berichten bei «Aeschbacher».

Beiträge

  • Stephan Sulke

    Mit Lotte wusste er nicht wohin, die dicke Ulla lag besoffen an der Theke und Uschi sollte keinen Quatsch machen. Stephan Sulke schreibt und singt über Frauen, die Liebe, die Moral und die Zeit. Letztere ging viel zu schnell vorbei, dass es ihn auch mit 74 Jahren wieder auf die Bühne zieht. Diese betritt er vor allem in Deutschland, obwohl er auch den Schweizer Pass besitzt und gar Berndeutsche Songs in petto hat. Sulke ist 1943 als Sohn Berliner Juden in Shanghai geboren, wuchs später in der Schweiz auf und wurde dann, 33-jährig, in Deutschland zum Nachwuchskünstler des Jahres gekürt.

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  • Antoine F. Goetschel

    Der Hund, der ein Familienmitglied ersetzt, der Fisch, der auf dem Teller landet oder die Maus, die für Laborversuche hinhält: Tiere haben in unserer Gesellschaft viele Funktionen zu erfüllen. Antoine F. Goetschel gibt ihnen eine Stimme, zieht sogar für sie vor Gericht und präsidiert den Verein Global Animal Law GAL, der die Lage der Tiere durch das Recht als stärkstes Mittel verändern will. Damit setzt er fort, was er 1984 begonnen hat. Der Anwalt erwirkte damals einen Eintrag in der Schweizer Verfassung, der weltweit einzigartig ist: Jedem Tier wird eine Würde zugesprochen.

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  • Janine Hall-Bieri

    verliert nach einer Operation am Fussgelenk ihr Augenlicht. Die Ärzte warten lange mit einer Diagnose und stellen schliesslich eine falsche. Hochgradig sehbehindert arrangiert sie sich in ihrem neuen Leben. Sie beginnt ein Psychologiestudium, wird Mutter, schmeisst den Alltag, hadert nie. Wegen starkem Kopfweh lässt Hall-Bieri ihre Halswirbel behandeln und da passiert das Unvorstellbare: Sie sieht wieder Farben, erkennt nach und nach ihre Umwelt, blickt zum ersten Mal in die Augen ihres Sohnes. Doch das Schicksal fordert sie erneut, als sie 2015 an Leukämie erkrankt.

  • Erich Ritter

    sagte als Zehnjähriger zu seiner Mutter: «Ich will Haidoktor werden.» Heute hat sich sein Bubentraum erfüllt. Rund neun Monate im Jahr verbringt er an und im Wasser bei seinen Haien, die er manchmal besser versteht als seine Mitmenschen. Der experimentelle Haiverhaltensforscher will das schlechte Image seiner Lieblinge verbessern. Dies, obwohl er 2002 eine schier tödliche Begegnung mit einem Bullenhaiweibchen hatte. Für den Wahlamerikaner ist auch nach dem Unfall klar: «Es gibt keine gefährlichen Haie, nur gefährliche Situationen.»

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