Hart im Nehmen

Kurt Aeschbacher begrüsst seine Gäste zum Thema «Hart im Nehmen»: Bautaucher, David Wiederkehr, Ärztin, Tanja Krones, Innenarchitekt auf der Walz, Fabian Sixtus Körner und die ehemalige Direktorin des Regionalgefängnisses Bern, Marlise Pfander

Die Gäste von Kurt Aeschbacher lassen sich so leicht nicht unterkriegen. Wenn David Wiederkehr zur Arbeit geht, mag manch einer die Nase rümpfen: Als Bautaucher steigt er in Faulschlammtürme und reinigt Kläranlagen. Ärztin Tanja Krones beschäftigt sich täglich mit dem Sterben und der Frage, wann ein Leben lebenswert ist. Er zog über zwei Jahre lang von Kontinent zu Kontinent und bot seine Dienste für Kost und Logis an: Fabian Sixtus Körner hat die Walz modernisiert. Und – man nannte sie «Chischte-Mami»: Mit Herz und Verstand leitete Marlise Pfander neun Jahre lang das Regionalgefängnis Bern und behauptete sich in einer Männerdomäne.

Beiträge

  • David Wiederkehr

    taucht an Orten, denen andere lieber fern bleiben. Der gelernte Maurer steigt als Bautaucher in Abklingbecken von Atomkraftwerken oder in Faulschlammtürme von Kläranlagen. Dort kann er – ganz im Gegensatz zu seinem Kollegen an Land – zwar frische Luft atmen, doch hat er mit schlechter Sicht, heissen Temperaturen und einem sogenannten «Kebab» voller Haare zu kämpfen. Nicht immer stinkt dem Zürcher die Arbeit – beispielsweise dann, wenn er unter Wasser mit hydraulischen Kettensägen oder Schweissmaschinen hantiert.

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  • Tanja Krones

    ist tagtäglich mit grossem Leid konfrontiert. Die Ethikerin am Universitätsspital Zürich begegnet Menschen, die mit der Diagnose «unheilbar» dem Leben alsbald ein Ende setzen wollen. Das Anliegen der 45-jährigen Ärztin ist, die Palliativmedizin zu stärken und sie teils neu zu definieren. Zudem befasst sie sich mit Fragen einer bestmöglichen Vorausplanung inklusive Verfassen und Umsetzen einer sinnvollen Patientenverfügung. Kraft für ihre Arbeit tankt die Mutter von drei Kindern am heimischen Familientisch.

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  • Fabian Sixtus Körner

    wollte nicht nur reisen, sondern auch arbeiten. Getreu dem Vorbild der mittelalterlichen Walz interpretierte der ausgebildete Innenarchitekt die Regeln für sein Metier neu. Bepackt mit Laptop, Fotokamera, Objektiven und gerade mal 200 Euro Bargeld zog er los und geriet an die verrücktesten Jobs. Für Kost und Logis war der Deutsche über zwei Jahre lang auf fünf Kontinenten unterwegs – mal als Architekt, Grafiker oder Fotograf. Zurück in seiner Heimat geht die Reise nun weiter, nur diesmal nicht so weit: Wer Abenteuer sucht, findet sie auch vor der Haustüre.

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  • Marlise Pfander

    führte neun Jahre lang das Regionalgefängnis Bern. Sie verzichtete auf akademisches Kauderwelsch und setzte stattdessen Herz, Verstand und manchmal auch ein Schoggistängeli ein. Ihre Häftlinge, darunter Mörder und Kinderschänder, versuchte sie primär als Menschen und nicht als Täter zu sehen. Mit Erfolg: Unter der Leitung der Bernerin kehrte schnell Sicherheit und Ruhe ein im «Pulverfass». Heute ist sie pensioniert und lässt sich mittlerweile von Männern etwas sagen: allerdings nur von ihren zwei kleinen Enkeln.

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