Sex, Drugs and Rock'n'Roll

  • Donnerstag, 28. April 2016, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 28. April 2016, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 29. April 2016, 5:40 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 29. April 2016, 14:20 Uhr, SRF 1
    • Sonntag, 1. Mai 2016, 5:15 Uhr, SRF 1

Die Rockerin Esther Rothen, der Ur-Roadie Bobby A. Leiser, Mia Isenegger und der Autor Helge Timmergerg sprechen mit Kurt Aeschbacher über Sex, Drugs und Rock 'n' Roll.

Let’s talk about Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll! Esther Rothen ist Grossmutter und Sängerin der Ü55-Frauenband «crème brûlée». Bobby A. Leiser gilt als Ur-Roadie der Schweiz und tourte mit Grössen wie Miles Davis und den Rolling Stones. Mit Mia Isenegger schlüpfen wir unter die Bettdecke: Die 39-Jährige ist Protagonistin in der SRF-Dokuserie «Liebesleben – Im Bett mit Herr und Frau Schweizer». Und: Er hat über 200 Länder bereist, so ziemlich jede Droge konsumiert und darüber geschrieben: Autor und Journalist Helge Timmerberg schreibt wie Rock ’n’ Roll – sogar nüchtern.

Beiträge

  • Esther Rothen

    singt «mir lismet keini Socke, mir tüend viel lieber rocke» – und räumt auf mit den gängigen Grossmutter-Klischees. Die 71-Jährige hat sich vor sechs Jahren mit Gleichgesinnten und fast Gleichaltrigen zusammengeschlossen und die Frauenband «crème brûlée» gegründet. Mit dem Namen wollen sie ein Zeichen setzen: In die Jahre gekommen seien sie und schon etwas angebrannt, aber immer noch süss! Für die Auftritte liess sich Esther Rothen Schweizerdeutsche Texte bekannter Rocksongs einfallen. So zauberte sie etwa aus Elvis Presleys «Fever» einen «Hugo» – auch bei dem geht es heiss zu und her.

  • Bobby A. Leiser

    kennt sie alle: The Rolling Stones, Eric Clapton oder Miles Davis. Als die Rockmusik anfangs der 1960er-Jahre nach Europa überschwappt, ist Leiser mittendrin dabei. Mit den ganz Grossen jener Zeit tourt er als Roadie von Konzert zu Konzert. Er spricht fünf Sprachen fliessend und löst mit seinem Verhandlungsgeschick jedes Zollproblem. Mit Miles Davis ist er mehrere Jahre unterwegs, wohnt gar mit ihm unter einem Dach in New York und rettet ihn vor einer Schussattacke. «Ich hatte ein schnelles Auto unter dem Füdli und den Fuss auf dem Gaspedal» – sie waren wirklich wild, die 70er!

  • Mia Isenegger

    haut mit 14 von ihrem elterlichen Bauernhof ab, schläft mit 18 zum ersten Mal mit einem Mann, hat mit 22 ihre erste Beziehung, wird mit 32 schwanger und ist heute mit 39 alleinerziehende Mama einer halbmexikanischen Tochter. Das Muttersein empfindet sie als das grösste Glück, denn hier erlebt sie die Bedingungslosigkeit, die sie in einer Paarbeziehung immer gesucht, aber bisher nie gefunden hat. Heute wählt sie ihre Liebschaften nicht mehr nach dem Prinzip «gefällt der den anderen?», sondern «gefällt der mir?» aus.

  • Helge Timmerberg

    sagt von sich selbst: «Reisen und Schreiben ist das Einzige, was ich kann». Der 64-Jährige hat über 200 Länder gesehen und 14 Bücher verfasst. Er zählt zu den Pionieren des subjektivistischen Journalismus und schreibt, was er erlebt. Und das auch nur, weil ihm als 17-Jähriger im Himalaya eine körperlose Stimme einhämmerte, er solle Journalist werden. In Indien landete er wegen Hermann Hesse und LSD. Auf derselben Droge war er auch in jener Nacht, in welcher Jimi Hendrix starb. Der junge Helge – drei Blocks weiter – glaubte, die Seele des Musikers wäre in seinen Körper hineingehüpft.