Starkes Doppel

Zu Gast im Labor: «Heidi» Film Hauptdarsteller Anuk Steffen und Quirin Agrippi, die Bestatterinnen Karin Koch und Doris Hochstrasser-Koch, die ehemaligen Topbanker Daniel Siegfried und Marc Jenni und der junge Geigenvirtuose Iskandar Widjaja

Anuk Steffen, 10, und Quirin Agrippi, 14, sind im neuen «Heidi» Film ein starkes Doppel. Mit Leib und Seele üben die Schwestern Koch ihren Beruf aus: Sie sind Bestatterinnen. Daniel Siegfried und Marc Jenni haben ihren Job als Bankdirektoren an den Nagel gehängt, um Sozialarbeiter zu werden. Und: Iskandar Widjaja, 29, und seine Geige verschmelzen im Spiel. Der junge Musiker gehört zu den interessantesten Violinisten seiner Generation.

Beiträge

  • Anuk Steffen und Quirin Agrippi

    sind als Heidi und Geissenpeter die neuen Kinderstars im «Heidi»-Film. Wie sie die rund sechzig Ziegen auf der Weide jeweils «ausgetrickst» haben, ob sie das Leben mit ihren Figuren gerne tauschen würden und ob sie fortan auch im richtigen Leben barfuss über die Wiesen hüpfen werden, erzählen die beiden aufgeweckten Bündner Schulkinder bei «Aeschbacher».

  • Daniel Siegfried und Marc Jenni

    verzichten auf Saläre und Boni, um den Ärmsten zu helfen. Mit 24 war Siegfried bereits Bankdirektor in Singapur. Nach einem Einsatz für ein Strassenkinderprojekt schrieb er Knall auf Fall die Kündigung. Marc Jenni, 45, ebenfalls Bankdirektor, quittierte kurze Zeit später seinen Job. Gemeinsam gründeten sie ein Hilfswerk für Kinder. Das beflügle, mache glücklich und sei der wahre Luxus im Leben: Hunderttausenden ermöglichen die Ex-Topbanker den Schulbesuch und eine weiterführende Ausbildung. 1400 schwer kranken Babys haben sie das Leben gerettet: in Burma, Laos, Kambodscha und Thailand.

  • Karin Koch Sager und Doris Hochstrasser-Koch

    sind von klein auf den Umgang mit Verstorbenen gewohnt. Ihre Grosseltern transportierten mit Ross und Wagen Tote auf den Friedhof. Später übernahmen ihre Eltern diese Tätigkeit; sie wurden im Dorf gerufen, um Verstorbene einzusargen und aufzubahren. Ruppig ging es da zu und her. Schon früh halfen die Töchter mit im Geschäft. Karin, die Jüngere, fürchtete sich lange vor den Toten. Heute führen die beiden in dritter Generation das Familienunternehmen: Sie sorgen sich um Verstorbene und versuchen, den Hinterbliebenen immer wieder neben Trost auch ein wenig Zuversicht zu spenden.

  • Iskandar Widjaja

    bringt für «Aeschbacher» eine Überraschung mit: «Wenn man auf diesem Instrument einen Ton spielt, geht die Sonne auf. Das ist wie Butter und Honig.» Widjaja spielt mit seinem ganzen Körper; seine Emotionen spiegeln sich im Gesicht. Wenn er die Zuhörerschaft auf eine musikalische Reise mitnimmt, bleibt die Zeit für einen kurzen Moment stehen. Es ist fast wie damals, als er selber als kleiner Bub entspannt unter dem Flügel seiner Mutter lag und ihrem Spiel lauschte. Heute ist Widjaja ein Star in Asien und auf dem besten Weg, auch in der Schweiz von einem grossen Publikum geliebt zu werden.