Wahn & Sinn

Kurt Aeschbacher begrüsst seine Gäste zum Thema Wahn & Sinn: Sandro Portner, der Mann mit den Computerhänden, Philosoph Sebastian Muders, Reiseleiter und Rikschafahrer Upul Vidanagama und Kathrin Obrist.

Sandro Portners Computerhände öffnen Türen und entsperren Handys – der pure Wahnsinn. Mit Sebastian Muders philosophiert Kurt Aeschbacher über den Sinn des Lebens. In nur fünf Monaten lernte Upul Vidanagama Deutsch und ist nie um eine Geschichte verlegen: Der Reiseleiter und Rikschafahrer aus Sri Lanka kennt Bern inzwischen besser als mancher Einheimische. Wenn der Verlust eines geliebten Menschen plötzlich die ganze Welt auf den Kopf stellt: Kathrin Obrist erzählt von ihren paranoiden Wahngedanken und darüber, wie sie die schizoaffektiven Störungen erlebte.

Beiträge

  • Sandro Portner

    ist der Mann mit den Computerhänden. Der 19-Jährige hat sich zwei Mikrochips einpflanzen lassen. Seither öffnet er die eigene Haustüre wie von Geisterhand, seiner rechten nämlich. Mit links entsperrt er sein Handy – einfach mittels Kontakt zwischen dem Gerät und seiner Hand. Nachdem er den ersten Chip in einem Tattoostudio hat implantieren lassen, hat er sich kurzum den zweiten selber mit einer Spritze eingesetzt. So viel Wahnsinn geht unter die Haut.

  • Sebastian Muders

    begibt sich mit dem Publikum auf eine Reise nach dem Sinn des Lebens. Als Philosoph weiss er, dass sich seine akademischen Kollegen nicht sonderlich gerne mit dieser Thematik beschäftigen. Ist die Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt sinnvoll? Gibt es denn Sinn tatsächlich? Und wenn ja: Inwiefern sollten die Menschen ihr Leben danach ausrichten?

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  • Upul Vidanagama

    Aufgewachsen in Sri Lanka in einem Lehmhaus mit Kokosblätterdach, ist der 34-Jährige bestens mit dem «einfachen Leben» vertraut. Er weiss deshalb wie kein Zweiter, dass es wenig braucht, um glücklich zu sein. Die Liebe brachte ihn nach Bern, wo er mittlerweile mit seiner Rikscha Stadtführungen der anderen Art anbietet. In nur fünf Monaten hat Upul Deutsch gelernt – und nicht nur das: Er kennt auch den Unterschied zwischen Berndeutsch und Mattenenglisch.

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  • Kathrin Obrist

    hat vor über zehn Jahren einen für sie sehr wichtigen Menschen verloren. Sie wollte diesen Abschied nicht wahrhaben und kreierte eine Eigenwelt, worin ganz besondere Regeln galten. Starke Stimmungsschwankungen führten schliesslich zu einer Manie mit paranoiden Wahngedanken. Überall sah sie Zeichen, die ihre Verschwörungstheorie unterstützen. Sie hat Schritt für Schritt gelernt, mit ihrer Erkrankung umzugehen und gibt heute als Kunsttherapeutin ihre Erfahrung an andere Betroffene weiter.

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