Wussten Sie schon, dass…?

Kurt Aeschbacher begrüsst: Papierflugzeugpiloten Chiara Iten und Marius Högger, Zukunftsforscher Stephan Sigrist, Schirmdoktor Erich Baumann und Kunstfälscher Helene und Wolfgang Beltracchi

Wer wusste schon, dass es eine Papierflug-WM gibt? Chiara Iten und Marius Högger traten für die Schweiz gegen 66 Nationen an. Oder wer hat schon davon gehört, dass es in Zukunft künstliche Blätter oder essbare Batterien geben könnte – Zukunftsforscher Stephan Sigrist weiss mehr. Oder dass es in der Schweiz nur noch einen einzigen Mann gibt, der Regenschirme repariert? Erich Baumann ist der letzte seiner Art. Und für diejenigen, die noch nie etwas vom grössten Kunstfälscher-Skandal der Nachkriegsgeschichte gehört haben, ist es höchste Zeit, Helene und Wolfgang Beltracchi kennenzulernen.

Beiträge

  • Chiara Iten und Marius Högger

    Als Schweizermeister traten sie an der Papierflug-Weltmeisterschaft in Salzburg gegen 66 Nationen an. Die HSG-Studentin Chiara Iten in der Kategorie Aerobatics, wo besonders Kreativität gefragt ist, Marius Högger in der Kategorie Longest Airtime, bei welcher der Flieger so lange wie möglich in der Luft bleiben soll. Der ETH-Physikstudent analysierte vorher Papier, Wurf- und Falttechnik und hat diverse Modelle sogar im Windkanal getestet – immer auf der Suche nach dem perfekten Flieger.

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  • Stephan Sigrist

    Der Zukunftsforscher und Chef vom Thinktank W.I.R.E. befasst sich mit Themen wie Innovation und Digitalisierung und berät Unternehmen, Institutionen in Politik und Wissen-schaft, um sich besser für die Zukunft zu rüsten. In absehbarer Zeit könnten die Menschen 120 Jahre alt werden, Roboter Flugzeuge steuern oder künstliche Blätter hergestellt werden. Stephan Sigrist zeigt auf, was dies für die Zukunft bedeutet und plädiert vor allem für eines: den Computer ab- und den Kopf wieder vermehrt einzuschalten.

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  • Erich Baumann

    Er ist der letzte Schirmflicker der Schweiz, ein Handwerk, das vom Aussterben bedroht ist. Früher war der Regenschirm ein Statussymbol, heute nur noch ein billiges Wegwerfprodukt. Für seine Kundschaft zählt aber vor allem der emotionale Wert. So brachte eine betagte Kundin einen Schirm in die Reparatur, unter dem sie von ihrem Mann den ersten Kuss erhielt. So erzählt jeder Schirm seine eigene Geschichte.

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  • Helene und Wolfgang Beltracchi

    Die beiden waren in den grössten Kunstfälscher-Skandal der Nachkriegszeit verwickelt. Der geniale Maler behauptet, er könne jeden grossen Meister imitieren, von Rembrandt bis Picasso. Im Zeitraum von 40 Jahren fälschte er gegen 300 Bilder; seine Frau hat diese als Komplizin dem Kunstmarkt untergejubelt, mit viel Erfolg: Sie verdienten damit rund 20 Millionen Euro. Zuletzt war der Preis dafür aber zu hoch - für gewerbsmässigen Bandenbetrug wurden «Bonny und Clyde der Kunst» zu vier und sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

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