Abstimmungs-Arena: Fortpflanzungsmedizin

Embryos, die im Reagenzglas entstehen, dürfen bisher nicht auf Krankheiten untersucht werden. Der Bundesrat will dies ändern: Was bisher während den ersten Schwangerschaftswochen geschah, soll neu schon vorher im Labor möglich sein. Hilft das Paaren, Kinder zu bekommen? Oder spielt der Mensch Gott?

Ja, sagen die Gegner: Niemand dürfe zwischen «wertvollem» und «minderwertigen» Leben unterscheiden. Sie befürchten, dass Behinderte und Kranke dadurch an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden – indem etwa der Druck auf werdende Eltern steigt, ein behindertes Kind zu verhindern. Deshalb sagen viele Gegner schon zum ersten Schritt, der anstehenden Verfassungsänderung, «Nein».

Anders die Befürworter: Die Argumentation der Gegenseite träfe nicht zu, sagen sie. Die meisten Tests seien heute bereits im Bauch der Mutter möglich. Da sei es doch besser, den Embryo zu untersuchen, bevor er der Frau überhaupt eingesetzt werde. Dies würde den Eltern, aber auch den werdenden Kindern viel Leid ersparen.

Soll eine Analyse genetischen Materials von Embryonen möglich sein? Welche Auswirkungen hätte ein «Ja» für die Gesellschaft? Macht es Sinn, die Verfassungsänderung anzunehmen und das Gesetz später abzulehnen?

In der Arena diskutieren:

Auf der Pro-Seite:

Auf der Contra-Seite:

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