Brüssel greift an – wird die Schweiz nun entwaffnet?

Das Sturmgewehr im Schrank könnte bald verboten sein. Denn die EU will nach den Anschlägen in Paris schärfere Waffengesetze, von denen auch die Schweiz betroffen wäre. Die Emotionen gehen hoch: Gegner sehen Milizarmee und Schützenvereine in Gefahr. Befürworter glauben an eine sicherere Schweiz.

Die EU will verhindern, dass Waffen in die Hände von Terroristen fallen. Und die Schweiz wäre als Schengen-Land direkt betroffen. Das Sturmgewehr dürfte nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden. Für Schützen und Jäger gäbe es mehr Hürden. Das gefällt den Gegnern eines schärferen Waffengesetzes nicht. Sie fürchten einen Identitätsverlust für die Schweiz. Die Befürworter allerdings glauben daran, dass die Schweiz so sicherer würde.

Die Waffenexporte in der Schweiz sind derweil zurückgegangen. Im Jahr 2015 exportierte die Schweizer Rüstungsindustrie über 20 Prozent weniger Kriegsmaterial als 2014. Der Grund dafür ist allerdings die Frankenstärke – nicht das Moratorium für Exporte in den Nahen Osten. Gleichzeitig sind die Bewilligungen für Exporte laut Seco im letzten Jahr gestiegen. Wie restriktiv soll die Bewilligungspraxis sein? Ist es legitim, in den Nahen Osten zu exportieren? Verliert die Schweiz Arbeitsplätze, wenn weniger Kriegsmaterial exportiert wird?

Jonas Projer lädt in die «Arena» ein. Und diskutiert mit folgenden Gästen:

Chantal Galladè, Nationalrätin SP/ZH

Jakob Büchler, Nationalrat CVP/SG

Josef Lang, Vizepräsident Grüne, Vorstand Gsoa

Werner Salzmann, Nationalrat SVP/BE, Vizepräsident Sik-NR

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