Kampf auf der Baustelle - Sozialpartnerschaft auf der Kippe

Die Bauarbeiter protestieren. Ende Jahr läuft ihr Gesamtarbeitsvertrag aus. Die Gewerkschaften wollen ihn neu verhandeln, die Baumeister den alten Vertrag verlängern. Streitpunkte sind die Frühpensionierung der Bauarbeiter mit 60, mehr Schutz bei Schlechtwetter und Lohndumping.

Kein Stein bleibt auf dem anderen, die Fronten sind verhärtet. Baumeisterverband und Gewerkschaften werfen sich gegenseitig vor, die Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag zu blockieren. Die Bauarbeiter machen Druck mit Unterschriftensammlungen und Streiktagen. Die Baumeister kontern mit einer eigenen Unterschriftensammlung. Eine Lösung ist vorerst nicht in Sicht.

Ein zunehmendes Problem in der Baubranche ist auch das Lohndumping. Im Preiskampf um Aufträge vergeben Sub-Unternehmer Arbeiten an ausländische Firmen und Bauarbeiter, welche sich nicht an den Gesamtarbeitsvertrag der Branche halten. Die Gewerkschaften fordern deshalb schärfere flankierende Massnahmen zur Personenfreizügigkeit.

In der Schweizer Wirtschaft bläst grundsätzlich ein rauerer Wind. Und es stellt sich die Frage, ob sich die Ansprüche von Arbeitnehmern und Arbeitgebern noch unter einen Hut bringen lassen und wer den Gürtel enger schnallen muss. Sind Sozialpartnerschaften in der Schweiz je länger je mehr in Frage gestellt? Und: Wackelt damit auch eine Grundlage unserer Wirtschaft und des Schweizer Wohlstandes?

In der «Arena» diskutieren:

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