Profit statt Moral?

  • Freitag, 17. November 2017, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 17. November 2017, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 18. November 2017, 3:59 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 18. November 2017, 8:44 Uhr, SRF info
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    • Montag, 20. November 2017, 16:45 Uhr, SRF info

Steuervermeidung und Rohstoffhandel: Von beidem profitieren auch Schweizer Konzerne. Gleichzeitig sind weltweit viele Menschen bitterarm. Ist das eine moderne Form der kolonialen Ausbeutung – oder profitieren von einem funktionierenden Markt schlussendlich alle?

Die Paradise Papers werfen ein Schlaglicht auf die Ungleichheit der Welt. Reiche und Grosskonzerne können ihr Geld in Steuerparadiesen anlegen und dadurch viel Geld sparen. Entgehen dadurch ärmeren Ländern dringend benötigte Steuereinnahmen – oder gehört das zu einem für alle positiven Standortwettbewerb einfach dazu?

Auch im Rohstoffhandel gibt es umstrittene Geschäfte, von Firmen, die ihren Sitz in der Schweiz haben. Mit Rohstoffabbau lässt sich viel Geld verdienen. Kritisiert wird, dass die Bevölkerung vor Ort jedoch oft nur sehr wenig von diesen Milliarden sieht – und dafür unter prekären Arbeitsverhältnissen und Umweltverschmutzung leidet.

Müssten Schweizer Firmen auch im Ausland dafür sorgen, dass Umwelt- und Menschenrechtsstandards eingehalten werden? Und falls es doch Verletzungen gibt: Sollte man dann vor Schweizer Gerichten klagen können? Dies fordert die Konzernverantwortungs-Initiative. Wäre das nicht mehr als anständig – oder wäre die Initiative kontraproduktiv, da sie Investitionen und damit Wohlstand in Entwicklungsländern verhindern würde? So wuchs in den letzten Jahren in manchen Entwicklungsländern eine neue Mittelschicht heran, auch dank Schweizer Direktinvestitionen.

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