Wer will Homo-Eltern?

Auch Lesben und Schwule wollen Familien gründen. Werden mit dem neuen Adoptionsrecht also bald Kinder von Papi und Papi gross gezogen? Bei aller Toleranz: Geht das nicht zu weit? Oder sind Homo-Paare nicht genauso gute Eltern?

Der Ständerat hat diese Woche entschieden, dass Stiefkinder auch von homosexuellen Partnern adoptiert werden dürfen – mit oder ohne eingetragener Partnerschaft. Für Befürworter von sogenannten Regenbogenfamilien ist dies aber erst ein Anfang. Sie fordern das gemeinschaftliche Adoptionsrecht für Homo-Paare. Wird damit das traditionelle Familienbild nicht Stück für Stück entwertet? Oder geht es hier darum, Homosexuellen Rechte zu gewähren, die ihnen eigentlich längst zustehen? Wie soll eine glückliche Familie überhaupt aussehen? Und wer denkt an die Kinder? Brauchen die nicht elterlichen Bezug zu Mann und Frau?

Der Streit ums Adoptionsrecht gliedert sich ein in die Grundsatzdebatte um Rechte von Schwulen und Lesben. Im Europäischen Vergleich gilt die Schweiz dabei als konservativ. Darf die Ehe für alle geöffnet werden? Braucht es eine Zertifizierung neuer Lebensformen, etwa eines «Pacte civile»? Und wie weit dürfen wir als Gesellschaft in diesen Fragen noch gehen? Kritiker fragen: Kommt gar bald die rechtlich anerkannte Polygamie?

In der «Arena» diskutieren:

Mehr zum Thema