Wer rettet die Welt?

  • Sonntag, 3. Juni 2018, 21:40 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 3. Juni 2018, 21:40 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 4. Juni 2018, 2:55 Uhr, SRF 1
    • Montag, 4. Juni 2018, 14:15 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 5. Juni 2018, 14:45 Uhr, SRF info

Keine Flugreisen, keine tierischen Produkte, Essen aus dem Abfallcontainer – wer so lebt, schont die Umwelt. Sollten wir alle mehr verzichten? Oder wollen uns die selbsternannten Weltretter bloss den Genuss vermiesen? Darüber diskutieren Christa Rigozzi und Jonas Projer in «Arena/Reporter».

Als Teenager ist Meret Schneider zum Schluss gekommen, dass die globale Klimaerwärmung das grösste Problem der Menschheit sei. Seitdem richtet die 25-jährige ihr Leben danach aus, keinen ökologischen Fussabdruck zu hinterlassen. Schneider hat keine Autoprüfung, verreist nicht, schon gar nicht mit dem Flugzeug. Kleider kauft sie nur, wenn es absolut sein muss. Für Meret Schneider sind das alles keine Opfer, die sie erbringt: «Ich fände es anstrengender den Zustand auszuhalten und nichts zu tun, obwohl wir doch sehen, dass extrem viel schief läuft».

In ihrer Freizeit klappert sie Restaurants ab, um dort Reste abzuholen. Das Essen verteilt sie unter Freunden, Flüchtlingen und sie lebt selber davon. Man trifft die Single-Frau nach Ladenschluss auch vor Grossverteilern, wo sie Container durchwühlt, um abgelaufenes Essen vor der Kehrichtverbrennungsanlage zu retten. Dabei greift die Veganerin auch mal zu einem Stück Fleisch: «Indem ich zu Essen aus dem Abfall greife stimuliere ich die Nachfrage nach tierischen Produkten ja nicht. Deshalb ist es ökologisch sinnvoll alles zu essen, was ich finde».

Veganismus ist für Schneider ansonsten eine absolute Grundlage, wenn man die Natur schützen will. Bei der Herstellung von tierischen Produkten würden unnötig Ressourcen verschwendet. Sie wirft dies auch gerne fleischessenden «Grünen» an den Kopf, obwohl sie selbst in der Partei ist. Ihr beruflicher Alltag dreht sich um das Wohl der Tiere. Als Geschäftsleiterin einer politischen Denkfabrik setzt sie sich für alle empfindungsfähigen Lebewesen ein. Ihr Lohn ist bescheiden, trotz einem 100%-Pensum.

Reporter Jan Fitze begleitet die Zürcherin in ihrem asketisch-hektischen Alltag. In der an den «Reporter» anschliessenden Diskussion reden Christa Rigozzi und Jonas Projer mit ihren Gästen darüber, wie wir die Erde retten und trotzdem das Leben geniessen können. Zuschauerinnen und Zuschauer können am 3. Juni 2018 unter der Telefonnummer 0800 830 023 oder auf Twitter unter #srfarena live ihre Meinung einbringen.

In der Diskussion:

  • Christina Surer, Ex-Rennfahrerin und Moderatorin
  • Markus Somm, Chefredaktor Basler Zeitung
  • Cécile Bühlmann, Präsidentin Stiftungsrat Greenpeace
  • Fabian Molina, Nationalrat SP/ZH

Ausserdem im Studio:

  • Meret Schneider, Umweltaktivistin