«Der Fährimann hatte die Situation immer im Griff»

Gestern Abend kurz vor 22.00 Uhr auf dem Rhein: Die Fähre «Vogel Gryff» setzt mit 10 Passagieren von Kleinbasel nach Grossbasel über. Mitten auf dem Fluss reisst das Gierseil, die Fähre treibt flussabwärts. Die anschliessende Rettungsaktion verläuft zum Glück für alle Beteiligten glimpflich.

Die Basler Klingental-Fähre riss sich los.
Bildlegende: Die Basler Klingental-Fähre riss sich los. Keystone

Thomas Harr vom Basler Top Secret Drum Korps war einer der zehn Passagiere an Bord der Klingental-Fähre. Als Aufsteller bezeichnet er die Art und Weise, wie sie aus dieser heiklen Situation gerettet wurden. Der routinierte Fährimann flösste einem Vertrauen ein. Die Passagiere wurden angewiesen Ruhe zu bewahren, sich hinzusetzen und weitere Instruktionen abzuwarten. Die Feuerwehr war mit ihrem Löschboot schnell vor Ort und schleppte die Fähre schliesslich in den sicheren Hafen.

Ruhig bis ausgelassen

Das sei schon ein besonderes Abenteuer gewesen, meint Thomas Harr, aber eines, dass er nicht unbedingt ein zweites Mal erleben möchte. Als Passagiere hätten sie derart grosses Vertrauen in den Fährimann gehabt, dass die Stimmung unter ihnen, trotz heikler Situation, schon fast ausgelassen gewesen sei.

Erfahrene Fährleute

Die Basler Fährimänner trifft solche Situationen übrigens nicht unvorbereitet. Vor einem Jahr wurde ein solches Szenario mit der alten Klingental-Fähre durchgespielt. Die Fähre «Vogel Gryff» ist erst seit einem Jahr in Betrieb.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Simone Hulliger