Neneh Cherry: Nach 16 Jahren mit einem Geniestreich zurück

Ende der 80er landete die Schwedische HipHop-Sängerin Neneh Cherry mit Hits wie «Buffalo Stance» oder «Man Child» in der Amerikanischen Hitparade und brachte auch in Europa jede Tanzfläche zum Glühen. Dann wurde es ruhig. Bis heute. Mit «The Blank Project» landet sie einen neuen Geniestreich.

Neneh Cherry
Bildlegende: Neneh Cherry PD

Wäre Neneh Cherry in der Forschung tätig, sie hätte längst einen Nobelpreis erhalten. Kaum eine Frau versteht sich so gut aufs musikalische Experimentieren wie die Musikerin aus Schweden.

Schon Ende 80er brachte sie einen neuen, ganz eigenen Sound hervor; und heute macht sie dort weiter, wo sie vor 16 Jahren aufgehört hat: Mit Mut zum Wagnis und Liebe zu den verschiedensten Musikstilen, vermischt die heute 49jährige Allrounderin Jazz, Punk, Rap, Soul und Elektro mit Spoken Word Poesie.

Mit «The Blank Project» ist ihr wieder ein Meisterwerk gelungen. Auch wenn es diesmal wohl nicht in die Top10 der Charts reichen wird, hat Neneh Cherry es wieder geschafft ein unverkennbar eigenes musikalisches Universum zu schaffen, wo der Raum zwischen den Tönen zuweilen wichtiger ist als die Töne selbst.

Im Black Music Special schweben wir genau in diesen Raum zwischen den Tönen und atmen Neneh Cherrys neuen Stoff behutsam ein.

Ausserdem: Die Kuriosität des Computerzeitalters - Computernerd Gigawipf

Dieser Mann hat wohl weder Freundin noch Haustiere. Woher sonst würde Computernerd Gigawipf die Zeit und Muse nehmen ein paar ausgediente Floppy Disk so zu programmieren, dass sie weltberühmte Musikhits spielen: Unter anderem auch «Tainted Love» von Gloria Jones:

Tainted Love on 13 Floppy Disks

Der Sänger Marc Almond der Band Soft Cell, die mit ihrer Coverversion von Tainted Love die Hitparaden stürmte, fand diese Idee so durchgeknallt gut, dass er kurzerhand noch eine Version mit seinem Gesang auf Youtube veröffentlichte:

Tainted Love on 13 Floppy Disks feat. Marc Almond

Computertüftler Gigawipf scheint eine Vorliebe für Black Music zu haben: Ghostbusters on 8 Floppy Disks

Aber nicht nur: Wer das ganze Repertoire von Gigawipf durchhören will, findet hier Futter.

Und zuguterletzt noch die Playlist von den Raritäten aus der Plattentasche des Bieler DJs Ilarius. Der Mix wurde zwischen 21.30 und 22 Uhr gesendet:

Makossa - Antibalas Afro Beat Orchestra

The House Of Rising Sun - Afrique

Black Rite - Mandingo

Mango Meat - Mandrill

Malik - Lafayette Afro Rock Band

Wiggle Waggle - Herbie Hancock

Gespielte Musik

Autor/in: Sascha Rossier, Moderation: Sascha Rossier