So tönt Kinderarbeit

Berufswunsch: Superstar. So steht es bereits im ersten Poesiealbum unserer Kids. Die meisten werden dann aber doch eher Coiffeur, Bankfachfrau oder Automech. Beim 14-jährigen Jovanie aus Brooklyn könnte es aber ziemlich schnell steil nach oben gehen. Da muss sich sogar Justin Bieber warm anziehen.

Der 14-jährige Musiker Jovanie
Bildlegende: Musikzirkus-Manege frei für Jovanie Instagram

«Whats the Move Pt. 2» heisst das Major-Debut von R&B-Sänger Jovanie. Der 14-jährige Selfmade-Tänzer und Sänger bringt genau jene Rotzbübigkeit und Coolness mit, die einem Justin Bieber immer gefehlt hat. Unter der Hilfe von namhaften R&B-Produzenten ist eine Scheibe entstanden, die wir wohl bald in den Hitparaden rund um den Globus wiederfinden werden.

Justin Bieber und Jovanie sind aber bei weitem nicht die ersten Kinder im schwarzen Musikzirkus. Bereits Ende der 60er Jahre entstand der Trend des Kiddy-Soul. Findige Produzenten stellten dabei junge Buben und Mädels auf die Bühne und gaben ihnen erwachsene Texte über Liebe und Sex zu singen. Fragwürdig aber erfolgreich; solche Scheiben verkauften sich damals wie warme Bretzel. Auch der King of Pop Michael Jackson verdiente ja als Mitglied der Jackson5 auf diesem Weg sein erstes Geld.

Der Black Music Special nimmt das neue Album des Teenagers Jovanie zum Anlass ein wenig in der kuriosen Vergangenheit blutjunger Musikstars zu wühlen und fördert einige unerhörte wie auch ungehörte Perlen zu Tage.

Gespielte Musik

Autor/in: Sascha Rossier, Moderation: Tina Nägeli, Redaktion: Sascha Rossier