Ein Schweizer Produkt: 150 Jahre Bischofskonferenz

Die Schweizer Bischofskonferenz gilt als die erste Bischofskonferenz weltweit.

Die Bischöfe beobachteten genau, was der liberale Bundesrat entschied und mischten sich ein.
Bildlegende: Die Bischöfe beobachteten genau, was der liberale Bundesrat entschied und mischten sich ein. Keystone

Entstanden ist sie aus dem Schweizer Kontext: Im sogenannten «Kulturkampf» nach dem Sonderbundskrieg brach ein Konflikt aus zwischen Katholiken und den liberalen Kräften. Die Bischöfe wollten mit einem Zusammenschluss ihre Position stärken.

Die Bischöfe beobachteten genau, was der liberale Bundesrat entschied und mischten sich ein. Sie versuchten, die Kirche vor staatlichen Übergriffen zu bewahren. Dabei hatten sie als vereinigte Bischofskonferenz grösseren Einfluss. Auch heute noch nimmt die Bischofskonferenz Stellung zu verschiedenen politischen Themen.

Diese Vereinigung war also gewissermassen eine Initiative von unten, die Idee dazu kam nicht von Rom. So wehrte sich die Bischofskonferenz auch gegen Versuche römischer Einflussnahme. Die Bischofskonferenzen wurden aber zum wichtigsten Partner der römischen Kurie. 

Weiteres Thema: Vor 50 Jahren starb der «Lieblingspapst» Johannes XXIII.