Europa fürchtet sich vor der Religion

Muslime stellen heute für viele Europäer und Europäerinnen eine Bedrohung dar. Ihnen wird vorgeworfen, sie könnten die Trennung von Staat und Religion nicht akzeptieren. Nur durch diese Trennung sei aber Demokratie möglich. Der Soziologe José Casanova hält dagegen.

Steinstatue, die liegt.
Bildlegende: Monument in Polen zum Thema Toleranz. Flickr/Dennis Jarvis

In seinem neuen Buch beschreibt José Casanova, wie in Europa die Trennung von Religion und Staat idealisiert wird. Weil die Demokratie angeblich nur mit einer solchen Trennung möglich ist, wird die Religion als intolerant abgetan. Sie erzeugt anscheinend nur Konflikte. Deswegen werde der Islam heute als Bedrohung aufgefasst, glaubt José Casanova. Er warnt aber vor solchen Überzeugungen. Integration und friedliches Zusammenleben seien sonst unmöglich.

Weitere Themen:

  • Johann Künzle ist bekannt als Kräuterpfarrer. Der katholische Priester führte sogar eine Praxis für Kräuterheilkunde. Eine Ausstellung erinnert sich an das Wirken des ungewöhnlichen Pfarrers.
  • Nachrichten der Woche

Redaktion: Antonia Moser