Interreligiöser Dialog auf dem Velo

Eine Gruppe junger Menschen fährt für eine Woche auf dem Velo durch die Schweiz. Das Spezielle des Projektes «Dialogue en Route»: Es geht nicht um sportliche Ertüchtigung, sondern um die Begegnung mit Menschen anderer Religionen und aus anderen Kulturen.

Ein junger, modisch angezogener Mann auf einem Velo aus der Rückenansicht, im Arm hält er ein Skateboard
Bildlegende: Junge Erwachsene fahren für eine Woche mit dem Velo durch die Schweiz, um den Dialog der Religionen zu fördern. Imago/Westend61

Die jungen Erwachsenen selbst gehören ganz unterschiedlichen Religionen an, haben ganz unterschiedliche kulturelle Hintergründe. Auf dem Velo fahren sie nun zu religiösen und kulturellen Stätten im Raum Zürich und in der Ostschweiz, um zu lernen und um in den Dialog zu treten. Diese Velotour ist aber nur der Auftakt eines grösseren Projekts: Die jungen Erwachsenen sind «guides», das heisst sie sind Experten und Expertinnen für ihre Gemeinschaft und bieten später auch selbst Führungen an.

Weiteres Thema: Ikonen sind in der orthodoxen Kirche klassische Bildmotive, die über Jahrhunderte möglichst unverändert weiter tradiert werden. Die Ostkirchen verstehen Ikonen nämlich als Abbilder von den Urbildern der Heiligen, als getreue Abbilder von Jesus, Johannes, Nikolaus und ja sogar Christus. «Moderne» Ikonen kann es demnach eigentlich gar nicht geben, aber es gibt sie! In der Berner Heilig-Geist-Kirche ist seit dieser Woche eine mutige Ausstellung zu sehen, die klassische Ikonen mit zeitgenössischer Ikonenkunst konfrontiert.

Redaktion: Antonia Moser