«Mon Dieu!» – Religion im Wahlkampf Frankreichs

Heute Sonntag findet in Frankreich die erste Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Obwohl Kirche und Staat in Frankreich strikt getrennt sind, spielt Religion im Wahlkampf eine Rolle.

Foto des Sacre Coeurs in Paris
Bildlegende: Das Sacre Coeur in Paris – religiöses Wahrzeichen im laizistischen Frankreich. Imago/robertharding

In Frankreich ist Religion ausschliesslich Privatangelegenheit. Gleich im ersten Verfassungsartikel nennt sich Frankreich eine laizitäre Republik. Diese Trennung von Religion und Staat prägt die politische Kultur in Frankreich. Und trotzdem ist das Thema Religion im Wahlkampf omnipräsent.
In TV-Debatten müssen die Kandidaten zur Gretchenfrage «Wie hältst dus mit der Laizität» Stellung nehmen. Vor allem die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen des Front National schürt mit Verweis auf Laizität und Sicherheit Ressentiments gegen Muslime. Sie will sogar jegliche religiöse Kleidung im öffentlichen Raum verbieten. Ob sie damit bei traditionellen Katholiken Stimmen holt? Eher nicht.


Weiteres Thema: Ein Papstbesuch in der Schweiz! - Seine Allheiligkeit, der ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomaios I weilt noch bis und mit Montag, 24. April, in der Schweiz. Das orthodoxe Ehrenoberhaupt feiert gleich mehrere Jubiläen hier, etwa: 50 Jahre Orthodoxes Studienzentrum in Chambésy bei Genf. Und auch die Universität Freiburg freut sich auf den Besuch des «grünen Papstes», wie Bartholomaios für sein Schöpfungsengagement auch genannt wird.

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Redaktion: Judith Wipfler