Römisch-katholische Kirche: Reif für Reformen?

In der römisch-katholischen Kirche scheint sich was zu tun. In Deutschland wird die Forderung immer lauter, geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion zuzulassen. Und auch in Rom selbst werden Reformen angestossen. 

Auch Kardinälinnen sollen im Wahlgremium für die Papstwahl dabeisein, wird gefordert.
Bildlegende: Auch Kardinälinnen sollen im Wahlgremium für die Papstwahl dabeisein, wird gefordert. Keystone

Im Vatikan tagt gerade eine Kommission, um die Kurie grundlegend zu reformieren. Das scheint der richtige Zeitpunkt für eine Schweizer Petition, die sich für die Frauen in der Kirche einsetzt.

Die Schweizer Theologin Helen Schüngel Straumann hat die Petition eingereicht. Darin fordert sie den Papst dazu auf,  Frauen ins Wahlgremium für die nächste Papstwahl, also Kardinälinnen zu ernennen. Gegen 800 Ordensleute, darunter Äbte und Äbtissinnen wie auch Theologieprofessoren, haben die Petition bereits unterzeichnet. Welchen Zwecken dient diese Aktion noch?

Weiteres Thema: Reformation
Angefangen hat die Reformation zwar in Europa. Heute ist die reformierte Kirche aber längst international geworden. Auch Reformierte aus Südafrika, Japan oder Kuba wollen im Jahr 2017 die Reformation feiern. Dabei haben sie aber eigene Anliegen. Denn sie haben manchmal das Gefühl, in der weltweiten Kirche zu wenig Einfluss zu haben.

Korrigenda zum Beitrag: Prof. Helen Schüngel-Straumann hat in ihren Ausführungen eine Jahreszahl verwechselt: Die Weihe als Voraussetzung für das Kardinalsamt wurde erst 1982 eingeführt.