Solidaritätswelle stellt Kirchen vor Herausforderung

Es ist eine erfreuliche Nachricht, in erster Linie: In den letzten Wochen haben so viele Privatpersonen ihre Hilfe für die aktuellen Flüchtlinge angeboten, dass kirchliche Fach- und Anlaufstellen kaum nachkommen.

Eine Helferin der privaten Aktion «Tsüri hilft» stapelt Matten und Schlafsäcke.
Bildlegende: Herausforderung für die Kirchen: Private Initiativen und Helferinnen müssen koordiniert werden. Keystone

So zum Beispiel im Kanton Zürich: Die Fachstelle Migration der reformierten Landeskirche im Kanton Zürich, versucht, die Kirchgemeinden zu koordinieren: Hier gibt es Platz für sechs Flüchtlinge, da eine Kleidersammelaktion. Auch das Stadtzürcher Solinetz, einem kleinen Verein bestehend aus Freiwilligen, wird regelrecht überrollt von Anfragen hilfsbereiter Menschen. Aufrufe zur Solidarität seitens der Bischofskonferenz oder des Kirchenbundes sind wichtig und werden offensichtlich auch gehört. Doch genügen die bestehenden Strukturen, um Hilfsangebote rasch und unbürokratisch an die richtigen Orte zu leiten?

Weitere Themen:

  • Das Zürcher Lehrhaus wird 20 Jahre alt und richtet sich neu aus als «ZIID, Zürcher Institut für interreligiösen Dialog». Für den christlichen Theologen Hanspeter Ernst ist das überfällig: Es gebe zu wenige Orte in der Schweiz, an denen man interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen erwerben könne. Dialogkompetenz sei aber eine Schlüsselfunktion in unserer multireligiösen Gesellschaft. In Zürich hat das ZIID das Ende Oktober stattfindende Festival der Religionen ins Leben gerufen.
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Redaktion: Deborah Sutter