Wie Franziskus seine Kirche reformieren will

«Evangelii Gaudium» «Freude des Evangeliums» hat Papst Franziskus sein erstes Lehrschreiben genannt. So mancher römisch-katholischer Würdenträger könnte nach der Lektüre des 180-seitigen Papiers wenig Freude empfinden. Der Papst fordert grundlegende Reformen.

Papst Franziskus.
Bildlegende: Papst Franziskus. Keystone

Dabei geht es dem Papst vor allem um die innere Haltung seines Personals: Freiheit statt Zwang, Einladung statt Kontrolle und Barmherzigkeit statt Normerfüllung. «Geht raus, geht zu den Menschen!», heisst das; heraus aus bequemen Kirchenstrukturen, heraus zu den Armen, an die Ränder der Städte, zu den Einsamen und den Zweifelnden. Kirchenbeobachter sind sich einig: Kein Papst hat in den letzten 50 Jahren so deutliche Veränderungen von seiner Kirche gefordert.

Weiteres Thema: Die Hagia Sophia in Istanbul ist wohl eines der berühmtesten Bauwerke der Türkei. Die ehmalige Kirche wurde zwischenzeitlich als Moschee genutzt, heute ist sie aber ein Museum. Nun gibt es Stimmen, die die Hagia Sophia wieder zur Moschee machen wollen.

Autor/in: Hansjörg Schultz