«Sternstunde Rap» - Slang-Begriffe vornehm erklärt

Pörz, Adlib, #-Flow - Wuuaaat? Diese Hip-Hop-Slangwörter sagen dir überhaupt nix? Dann aufgepasst: Unsere Hip-Hop-Philosophen Pablo Vögtli und Mauro Wolf erklären dir sinnierend und reflektierend Begriffe, die du bis zur Virus Bounce Cypher unbedingt kennen musst.

Haben dich die beiden Philosophen Pablo und Mauro im Video noch nicht weiter gebracht? Dann kannst du hier nochmal alles nachlesen:

Freestyle

Kann zwei Bedeutungen haben: 1. Rapper improvisieren Lyrics frei direkt vom Kopf zum Mund. 2. In den Staaten gilt es als freestyle, wenn jemand einen Rap-Text schrieb und vorträgt, der nicht spezifisch für ein Lied geschrieben wurde.

Adlib

Adlibs nennt man Geräusche wie «Yeah» oder «Ah», die Rapper machen um Pausen zu füllen und um cool zu wirken. Früher eher unspezifisch, hat mittlerweile fast jeder Rapper ein eigenes Adlib. Beispielsweise French Montana «Haaaa» oder Pusha T «Jach».

Pörz

Es gibt sehr viele unschöne Begriffe für Frauen im Hip-Hop (Bitch, um nur den geläufigsten zu nennen). Mittlerweile sind solche Wörter allerdings ersetzt worden. In Zürich sagt man beispielsweise «Pörz», was sich vom Wort «Portion» ableitet.

#-Flow

Im Hip-Hop bedient man sich des Öfteren eines Vergleichs: «Ich bin so geil wie Youporn». Aber beim Hashtag-Flow lässt man das Wort «wie» weg und ersetzt es durch einen imaginären Hashtag: «Ich bin so geil … Youporn». Die Pause macht’s auch noch ein bisschen sexier.

Realness

Unter «Realness» versteht jeder MC was anderes. Für die einen heisst Realness keine femininen Refrains, für die anderen heisst es, möglichst progressiv zu sein. Im Allgemeinen kann man auf Realness so oder so verzichten. Es gibt eh nur «dope» und «wack» bzw. gut und schlecht.

Noch mehr Hip Hop-Slang findest du hier im SRF3 Hip-Hop-Lexikon.

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