«Cloud Atlas»: Grössenwahn oder Genie?

Sechs Schicksale in 500 Jahren, hineingepackt in einen einzigen Spielfilm - das wagen nur die Geschwister Wachowski. Grössenwahn oder Genie? Die «Matrix»-Macher versuchen wieder einmal, das Kino neuzuerfinden: mit dem Epos «Cloud Atlas».

Beiträge

  • Cloud Atlas (D/USA/HK/SGP 2012)

    Was auf der Kinoleinwand abgeht ist ein 3-stündiges fulminantes Feuerwerk. Sechs Geschichten aus sechs Epochen werden derart ineinander verwoben, dass einem fast schwindlig wird. Doch wenn man sich mit dem Fluss der Story treiben lässt, dann geht man nicht unter. Im Gegenteil. Dann geniesst man das innovativste Kino des Jahres. - Regie: Tom Tykwer, Lana & Andy Wachowski, mit Tom Hanks, Halle Berry, Hugh Grant, Jim Broadbent, Susan Sarandon u.a.

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  • The Angels Share (GB/F/B/I 2012)

    Mit Witz und Feingefühl widmet sich der britische Regisseur Ken Loach jungen Arbeitslosen in Glasgow. Der Schlägertyp Robbie mausert sich quasi über Nacht zum Whiskeykenner. Mit Freunden reist er in die schottischen Highlands, um den teuersten Whiskey der Welt zu klauen und dann zu verkaufen. Ein humor- und hoffnungsvoller Film und ernsthafte Sozialkritik zugleich. 4 Sterne. - Regie: Ken Loach, mit Paul Brannigan, Siobhan Reilly

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  • Trouble with the Curve (USA 2012)

    Clint Eastwood ist zurück auf der Leinwand. Er spielt einen in die Jahre gekommenen Baseball-Talentsucher. Mürrisch und dickköpfig. Als alleinerziehender Vater hat er versagt, mit den Gebrechen des Alters kann er sich nicht abfinden. Die Aufarbeitung des Vater-Tochter-Konflikts ist vorhersehbar. Und auch auf sonstige Überraschungen hofft man vergeblich. Für Clint Eastwood- und Baseball-Fans vielleicht sehenswert. Für alle andern: langweilig. 2 Sterne. - Regie: Robert Lorenz, mit Clint Eastwood, Amy Adams

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  • Ruby Sparks (USA 2012)

    «Ruby Sparks» ist eine absurde Liebeskomödie. Der junge Schriftsteller Calvin arbeitet an einem neuen Roman. Die Hauptfigur: Ein Mädchen namens Ruby Sparks. Eines Morgens geschieht das Unglaubliche: Ruby steht vor ihm. Was auch immer Calvin von nun an über Ruby schreibt – sie tut es. Es ist ein grosses Vergnügen, den beiden Hauptdarstellern, die auch in Wirklichkeit ein Paar sind zuzuschauen. 4 Sterne. - Regie: Jonathan Dayton & Valerie Faris, mit Paul Dano, Zoe Kazan

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  • Meine Stimme zählt!

    Während in Hollywood oftmals ein Testpublikum über den Ausgang eines Films mitentscheiden kann, sind in der Schweiz solche Optionen rar. Für den Dok-Film «Hannes "Pussy" Schmidhauser» durften Zuschauer allerdings ihre Meinung im Anschluss an den Film auf einem Fragebogen kundtun. Ob sich der Film an die Wünsche der Einzelnen hält, das wird erst im Frühjahr klar, wenn er offiziell im Kino ist. Meckern darf man natürlich auch dann noch, aber mitentscheiden definitiv nicht mehr.

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  • Veranstaltungstipps

    Box Office empfiehlt die folgenden Film-Veranstaltungen zu besuchen: When Style becomes Dignity: Faye Dunaway im Kino Xeni Zürich, 16 Tage gegen Gewalt an Frauen imKino in der Reitschule Bern, Charme, Esprite und Nonchalance im Stadtkino Basel

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  • Marathon der Weiblichkeit

    Das «Institut für incohärente Cinematographie» überrascht immer wieder mit innovativen Stummfilmprojekten an ungewöhnlichen Orten. Am Sonntag ist im Kunstraum Walcheturm ein Stummfilm-Marathon mit 30 Filmen zu Ende gegangen. Das Besondere: Zu den Filmen wurde Live Musik unterschiedlichster Stilrichtungen improvisiert. Ein Happening, ganz im Zeichen der Weiblichkeit. Wer den Event verpasst hat: Im Januar 2013 ist das Institut für incohärente Cinematographie im Filmpodium Zürich zu Gast.

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  • Starregisseur Ridley Scott wird 75 – Happy Birthday!

    In Hollywood ist der britische Filmemacher einer der ganz Grossen. Seit über 30 Jahren beliefert der Technik-Freak die Traumfabrik mit Blockbustern, die meist auch bei den Kritikern Anklang finden. Obwohl ihm wegen seiner frühen Erfolge rasch der Ruf als Science-Fiction-Regisseur vorauseilte, liess er sich nie auf ein Genre festlegen. Wir verraten pünktlich zu Ridley Scotts 75. Geburtstag, welche Titel in seinem Werk man als echter Filmfreak gesehen haben muss.