Making-of «Break-ups»

Hinter den Kulissen von «Break-ups», der webexklusiven Serie von SRF.

Es ist Zeit für eine neue Erzählform. Für ein Format, welches spezifisch für das Medium ist, für jenes die Serie «Break-ups» produziert wurde, für das Web, doch ebenso spezifisch für das Land ist, in dem die Serie spielt, in der Schweiz. Ein «Wild West of Digital Media» ̶ so der Regisseur und Autor Ted Trumper ̶ und ein Spiel ohne klar definierte inhaltliche Regeln und ohne finanzielle Absichten.

Gedreht wurde mit Vollformat-Spiegereflexkameras. Die Musik liess man von einem lokalen Pianisten einspielen, um die Webrechte zu sichern und somit eine freiere Umsetzung garantieren zu können. Zehn Tage lang wurde mit 40 Schauspielern an 20 verschiedenen Drehorten gedreht. Das Team bestand dabei aus sechs bis acht Personen. So wurden mehrere Rollen auf einzelne Personen verteilt und der Kameramann kümmerte sich beispielsweise auch um Strom und Licht.

Im Zentrum der Webserie «Break-ups» stehen Paare, die sich trennen. Der Zugang dazu ist nicht wirklich lustig, doch mit deutlich emotionalem Anspruch, so Trumper. Auch die Darsteller selber finden das Thema der Trennungen aus eigener Erfahrung wenig lustig. Fast jeder hat sich bereits einmal von einem geliebten Menschen getrennt. Ist man persönlich betroffen, sind Trennungen subjektiv betrachtet eher unfreiwillig komisch.

Ein humoristischer Zugang zum Thema ist hingegen der Kern von «Break-ups». Ein Zugang mit einer deutlichen amerikanischen Signatur, böse, dadurch etwas fremder und gerade deswegen auch lustig, sowie aufgrund der Kürze der Episoden von Anfang an packend. Wären die einzelnen Skripte wohl noch weltweit umsetzbar gewesen, kümmerte sich pro Sprachregion je ein Co-Autor um die Adaption des Materials auf die Schweiz. «Break-ups» trägt diesem Umstand durch diese neue Form der Zusammenarbeit Rechnung, interkulturell und über so manche Sprachbarrieren hinweg: Ein Format, für welches es Zeit geworden ist.

In diesem Zusammenhang wurde der 14. Februar bewusst als Publikationsdatum gewählt: «Break-ups» am Valentinstag.