A.J. Finn – Der neue Hitchcock?

Der amerikanische Autor A.J. Finn hat einen packenden psychologischen Thriller geschrieben. Mit dem Titel «The Woman in the Window – Was hat sie wirklich gesehen?» Die Parallelen zu Alfred Hitchcock sind offensichtlich – und gewollt.

Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
Bildlegende: Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen? Colourbox

Die eine «Woman in the Window» - das ist Anna. Eine Frau Ende dreissig, wegen einer Angststörung ans Haus gefesselt, benebelt von starken Medikamenten und alkoholkrank. Sie vertreibt sich die Zeit mit Beobachten ihrer Nachbarn. Um sie besser sehen zu können, zoomt sie sie jeweils mit ihrer Kamera näher. Eines Tages sieht Anna ihre Nachbarin Jane mit einem Messer in der Brust. Jane - das ist die andere «Woman in the Window».

Geschockt von diesem Anblick, vergisst Anna, abzudrücken und ein Bild zu machen. Das wird ihr zum Verhängnis. Niemand glaubt ihr, zumal es weder Leiche noch Spuren gibt. Alle sind überzeugt, Anna habe halluziniert. Und sie muss nicht nur für ihre Würde, sondern schlussendlich auch um ihr Leben kämpfen. Denn nichts ist, wie es scheint.

Mit «The Woman in the Window» ist A.J. Finn eine Geschichte gelungen, deren Sog man sich nicht entziehen kann. Man kämpft, hofft und bangt mit Anna. Und sieht vor dem inneren Auge immer wieder Ausschnitte aus Hitchcock-Filmen.

Die Sendung «BuchZeichen» zeigt, wo Parallelen zum Altmeister liegen, und im persönlichen Gespräch erzählt A.J. Finn, wieso Alfred Hitchcock eines seiner Idole ist.

Buchhinweis:
A.J. Finn. The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen? Verlag blanvalet, 2018.

Das gleichnamige Hörbuch ist im Random House Verlag erschienen, gelesen von Nina Kunzendorf.

Autor/in: Britta Spichiger