Alles besser machen als die Eltern

Beiträge

  • Alles besser machen als die Eltern

    Was macht die Kindheit mit einem Menschen? Wie weit prägt sie ihn? Kann man sich jemals lösen aus der eigenen Familiengeschichte? Mit diesen Fragen setzen sich die beiden Romane «In einem anderen Leben» und «Der leuchtend blaue Faden» auseinander.

  • Wer genau sind eigentlich meine Eltern? Eine Frage, die manche ein Leben lang beschäftigt (Bild: Colourbox)

    Linus Reichlin: In einem anderen Leben

    «Manche Leute, wenn sie Pech haben, verbringen ein Leben damit, ihre Eltern kennenzulernen.» Der Schweizer Schriftsteller Linus Reichlin erzählt von Luis, einem jungen Mann, der dieses Pech hat. Traumatisiert von seiner Kindheit, versucht er, alles anders und besser zu machen als seine Eltern.

    Und muss feststellen, dass das gar nicht so einfach ist.

    Buchhinweis: Linus Reichlin. In einem anderen Leben. Galiani, 2015.

    Britta Spichiger

  • Linus Reichlin setzt seinen neuen Roman aus fiktiven und autobiografischen Elementen zusammen (Bild: Susanne Schleyer)

    Die eigene Kindheit als Vorlage

    Reichlin sagt, «In einem anderen Leben» bestehe aus autobiografischen und fiktiven Elementen. Diese Mischung mache für ihn das Erfolgsrezept dieses Romans aus. Nur so könnten sich Leserinnen und Leser damit identifizieren.

    Und sich mit der Frage auseinandersetzen, wie die eigene Kindheit sie geprägt hat.

    Britta Spichiger

  • Die amerikanische Autorin Anne Tyler seziert familiäre Beziehungen (Bild: Michael Lionstar)

    Anne Tyler: Der leuchtend blaue Faden

    Einmal mehr gelingt es der amerikanischen Schriftstellerin, eine fast perfekte Familie zu porträtieren. Aber eben nur fast perfekt. Meisterhaft erzählt Anne Tyler, wie Verhaltensmuster und Erwartungen eine Familie begleiten, auch wenn die Kinder längst erwachsen und die Eltern alte Menschen sind.

    Buchhinweis: Anne Tyler. Der leuchtend blaue Faden. Kein & Aber, 2015.

    Britta Spichiger