Blinde Flecken in Familien-Beziehungen

Eine Frau entdeckt erst nach dem Tod ihres Mannes, dass er ihr einen unehelichen Sohn verheimlicht hat. Wie sie mit dieser Situation umgeht, schildert André David Winter im Band «Jasmins Brief». Auch Margrit Schriber erzählt im Roman «Schwestern wie Tag und Nacht» von blinden Flecken innerhalb einer Familie: Nach dem rätselhaften Mord an Alice muss Martha der Polizei Red und Antwort stehen.

Beiträge

  • Der Innerschweizer Autor André David Winter (Bild: Lydia Segginger, Luzern)

    Käthes spätes Glück

    Käthe, die Hauptfigur in «Jasmins Brief», ist alt und krank. Sie weiss, dass ihre Tage gezählt sind, und sie schaut auf ihr Leben zurück.

    André David Winter ist ein berührendes Porträt einer einfachen Frau gelungen, die es trotz einer schwierigen Ehe geschafft hat, nicht zu resignieren; so gelingt es ihr auch, den lange verheimlichten Sohn ihres Mannes als Geschenk des Himmels anzunehmen. Im Gespräch mit Luzia Stettler erzählt der Innerschweizer Autor, wie ihn seine Arbeit als Altenpfleger, aber auch persönliche Erfahrungen zu diesem versöhnlichen Buch inspiriert haben.

    Buchhinweis: André David Winter. Jasmins Brief. Edition Bücherlese, 2015.

    Luzia Stettler

  • Schwestern - sich nah, und doch fern (Bild: Colourbox)

    Wer hat Alice umgebracht ?

    Alice ist beruflich und privat sehr erfolgreich; Martha stand immer in ihrem Schatten. Nun ist Alice plötzlich spurlos verschwunden und wird Tage später tot aus dem Fluss gezogen.

    Wer hat die lebenslustige Powerfrau auf dem Gewissen? Martha, die seit Jahrzehnten mit Alice die Wohnung teilt, wird stundenlang von der Polizei verhört. Im süffigen Stil eines Kriminalromans zeichnet Margrit Schriber das vielschichtige Psychogramm einer Schwestern-Beziehung, das von Liebe und Zärtlichkeit aber auch von Hass und Rivalität geprägt ist.

    Buchhinweis: Margrit Schriber. Schwestern wie Tag und Nacht. Pro Libro, 2015.

    Luzia Stettler