Die Dada-Familie

Am 5. Februar 1916 eröffneten Hugo Ball und Emmy Hennings an der Spiegelgasse in Zürich das «Cabaret Voltaire». Sie waren wegen des Ersten Weltkriegs aus Deutschland geflüchtet. Zusammen mit anderen emigrierten Künstlern gründeten sie den Dadaismus, die einzige Kunstbewegung von Weltrang, die in der Schweiz begann.

Beiträge

  • Annemarie Hennings mit Mutter Emmy (Bild: privat)

    Urenkel der Dadaisten

    Hugo Ball und Emmy Hennings blieben auch nach dem Dada-Abenteuer der Schweiz verbunden und liessen sich im Tessin nieder. Der Urenkel von Emmy Hennings ist der Buchautor und SRF-Literaturredaktor Julian Schütt.

    Er erzählt von seiner Grossmutter Annemarie Schütt-Hennings, der Tochter von Emmy Hennings. Schon als 9-jährige wurden Annemaries Kinderzeichnungen in der Galerie Dada neben den Bildern Picassos ausgestellt.Julian Schütt schildert, warum es für ihn als Bub gar nicht lustig war, dadaistische Vorfahren zu haben.

    Julian Schütt

  • Vortragskünstlerin, Muse, Dichterin: Emmy Hennings (Bild: privat)

    Die einzige Frau unter den Dada-Gründern

    Emmy Hennings war die einzige Frau unter den Dada-Gründern. Schon bevor Dada in Zürich losging, feierte sie Erfolge als Vortragskünstlerin, Muse und Dichterin. Als eine der ersten Schriftstellerinnen schrieb sie über Drogensucht, Gefängnis und Prostitution.

    Und sie schrieb darüber aus eigener Erfahrung.

    Christa Baumberger gehört zu den besten Kennerinnen von Emmy Hennings‘ Leben und Werk. Sie betreut deren Nachlass im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern und publizierte soeben den reich illustrierten Band «Emmy Hennings Dada». Sie porträtiert im Gespräch die schwer fassbare Bohème-Künstlerin.

    Julian Schütt

  • Der Experte: Peter von Matt (Bild: Keystone)

    Das Wort Dada und die Folgen

    Die Dadaisten versuchten mit künstlerischen Mitteln gegen den Ersten Weltkrieg zu revoltieren. Aus einer Bewegung mit vielen Gesichtern wurde eine der wichtigsten Kunstrichtungen, sobald das Wort «Dada» gefunden wurde. Das sagt der Literaturprofessor Peter von Matt.

    Er erläutert, warum der Dadaismus mehr war als nur Spass- und Klamauk-Folklore und welches die spannendsten literarischen Weiterführungen sind.

    Julian Schütt