«Heimweh ist die Krankheit, die man im Heim bekommt»

In seinem neuen Roman «Immer heim» kombiniert André David Winter seinen Beruf als Schriftsteller mit seinem Beruf als Gerontologe: Er erzählt die wunderbare Geschichte von einem alten Knecht, der ein Altersheim auf den Kopf stellt – und dabei (fast) alle glücklich macht.

Wenn das Heim zum Daheim wird
Bildlegende: Wenn das Heim zum Daheim wird Bild: Hans Galliker

Als der Knecht Joseph Bitzi ins Altersheim kommt, ist er so unglücklich, dass er sterben möchte. Doch dann gelingt es ihm, diesen traurigen Ort, an dem das Leben und der Tod gleichermassen verdrängt werden, zu verwandeln. Das Heim wird zu einem Daheim. Nicht nur für den Knecht, sondern für alle Bewohner.

Es ist eine heitere, fast märchenhaft anmutende Geschichte. Doch für André David Winter ist diese Utopie mehr als eine Träumerei. «Aus der Realität entsteht Fiktion. Doch aus der Fiktion entsteht manchmal auch Realität», sagt er im Gespräch mit Literaturredaktorin Martina Süess. Im BuchZeichen erzählt er, wieviel der Roman mit der Wirklichkeit zu tun hat, und welche Utopien ihn bei seiner Arbeit als Altersheim-Berater leiten.

Buchhinweis: André David Winter. Immer heim. Edition Bücherlese, 2018.

Autor/in: Martina Süess