In Bern hat alles begonnen – John le Carré

«Der Taubentunnel» heisst das neue Buch von John le Carré. Darin schaut der britische Meister der Tarnung und des Spionageromans anlässlich seines 85. Geburtstags auf sein geheimnisumwittertes Leben als Spion und Schriftsteller zurück. Wie in Bern alles begonnen hat, was für seinen späteren Werdegang bedeutsam wurde: Selbstfindung, Studium, Spionage und Schriftstellerei. Doch John le Carré wäre kein Meister der Tarnung, wenn er allzu freizügig über sich sprechen würde. Wer John le Carré wirklich ist? Eine Annäherung.

Beiträge

  • John le Carré (Coverausschnitt)

    John le Carré im Dienste ihrer Majestät

    Der britische Erfolgsautor John le Carré sagt von sich, dass er Schriftsteller sei, der einmal Spion war und nicht Spion, der Schriftsteller wurde. Ein klares Statement. Und dennoch, seine Vergangenheit im Dienste ihrer Majestät fasziniert.

    Wie es dazu gekommen ist und wie er heute zur Welt der Geheimdienste steht? Das erfahren wir in Auszügen aus einem Tagesgespräch, das Alexander Sautter am 11. Oktober 2010 mit John le Carré geführt hat.

    Annette König

  • Der Taubentunnel (Coverausschnitt)

    «Der Taubentunnel» und «Ein blendender Spion»

    Dreissig Jahre liegen zwischen den wohl persönlichsten Büchern von John le Carré, die sich rückblickend wunderbar ergänzen.

    In seinen eben erschienenen Memoiren erfahren wir, was ihn als Mensch und Autor ausmacht: Wie er das, worüber er schreibt, erst beobachten, durchleben, durchfühlen muss. Diese Authentizität spürt man auch in seinem Roman «Ein blendender Spion», in dem er viel über seine schwierige Beziehung zu seinem Vater verrät, die den Grundstein dafür legte, dass er später in Bern als Spion angeheuert werden konnte.

    Buchhinweise: John le Carré. Der Taubentunnel. Ullstein, 2016. / John le Carré. Ein blendender Spion. List, 2013.

    Annette König

  • John Jackson im Gespräch (Bild: privat)

    Ein Gespräch über John le Carré und seine Beziehung zu Bern

    John Jackson ist emeritierter Professor für französische Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Bern. Heute lebt er in Paris und Genf. Seit mehr als dreissig Jahren ist er mit David Moore Cornwall alias John le Carré befreundet.

    Und wie so oft im Leben seines Freundes habe Bern den Ausschlag für ihre Freundschaft gegeben, erzählt John Jackson in der entspannten und edlen Atmosphäre einer Hotellobby, ähnlich jener wie im Hotel Bellevue in Bern, wo John le Carré mit ausgesprochener Vorliebe jeweils während seiner Aufenthalte in Bern residiere.

    Annette König

  • Carolin Emcke (Bild: Andreas Labes 2011)

    Carolin Emcke erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

    Die Journalistin und Publizistin wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016 ausgezeichnet. Ihr Werk sei ein Vorbild für gesellschaftliches Handeln, heißt es in der Begründung. Der Preis ist mit 25‘000 Euro dotiert und wird während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, den 23.

    Oktober in der Frankfurter Paulskirche übergeben. Literaturredaktorin Luzia Stettler hat aus aktuellem Anlass mit Carolin Emcke in Frankfurt gesprochen.

    Buchhinweis:Carolin Emcke. Gegen den Hass. S. Fischer, 2016.

    Annette König