Leben. Trotz alledem. Ein Streifzug durch junge georgische Literatur

Plötzlich ist Krieg. Eine junge, gut gebildete und gut vernetzte Generation sieht sich plötzlich mit einem Krieg konfrontiert, mit dessen Wurzeln sie nichts zu tun haben. Wie reagiert sie? Und vor allem: wie verarbeitet sie ihn ein paar Jahre später literarisch?

Beiträge

  • Lasha Bugadze (Bild: Laura J. Gerlach)

    Lasha Bugadze: «Der Literatur-Express»

    Zaza liegt im Bett. Neben ihm seine Freundin. Plötzlich knallts. Eine Bombe schlägt in Tblisi ein. Abgeworfen von einem russischen Flieger in der Nacht auf den 8. August 2008. Und plötzlich ist alles anders: die Russen sind da, die Freundin ist weg.

    Und Zaza muss auf eine Literaturreise quer durch Europa. Eine Literatursatire vor dem Hintergrund eines Krieges.

    Buchhinweis: Lasha Bugadze. Der Literatur-Express. Frankfurter Verlagsanstalt, 2016.

    Michael Luisier

  • Heidi Tagliavini (Bild: Keystone)

    Gespräch mit Heidi Tagliavini

    Heidi Tagliavini ist ehemalige Schweizer Spitzendiplomatin. Sie ist Mitverfasserin des sog. Tagliavini-Berichts, der im Auftrag der EU die Ursachen des Georgien-Konflikts untersucht. Ausserdem hat sie im Frühjahr 2015 das Minsker Abkommen mitausgehandelt.

    Im Gespräch mit Michael Luisier erzählt sie von den Hintergründen des russisch-georgischen Kriegs von 2008.

    Michael Luisier

  • Zaza Burchuladze (Bild: Ira Koklozin)

    Zaza Burchuladze: «Adibas»

    Die Hipster-Szene in Tblisi. Jung, cool, reich und selbstbezogen. Die jungen Leute orientieren sich nach Westen. Sie sind gut ausgebildet und vernetzt. Plötzlich ist Krieg. Der Krieg ist nicht ihrer, sondern der ihrer Vorgängergeneration.

    Wie reagieren sie? Ein Generationenporträt, in dem der Krieg eine erschreckend kleine Rolle spielt.

    Buchhinweis: Zaza Burchuladze. Adibas. Blumenbar, 2016.

    Michael Luisier

Moderation: Riccarda Trepp, Redaktion: Michael Luisier